Myanmar


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Myanmar (früherer Name: Burma/Birma) ist ein Land in Südostasien. Im Südwesten grenzt es an den Golf von Bengalen und an das Andamanische Meer. Angrenzende Länder sind Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand.

Wie in den meisten Ländern Südostasiens, sind die Menschen in Myanmar und ihre Geschichte ist ein Mix aus Siedlern und Invasoren aus allen Ecken. Die Mon und die Pyu stammen wahrscheinlich aus Indien, während die jetzt herrschenden Bamar (Birma) aus Tibet einwanderten und von 849 ein mächtiges Reich gegründet hatten, das sich auf Pagan konzentrierte. Für das nächste Jahrtausend wuchs das birmanische Reich durch Eroberungen in Thailand (Ayutthaya) und in Indien (Manipur) und schrumpfte später wieder zusammen.

Schließlich erobert Großbritannien Birma über einen Zeitraum von 62 Jahren (1824-1886) und integrierte es in sein indisches Reich. Es war als eine Provinz des administrierten Indiens bis 1937 separate selbstverwaltete Kolonie. Die Unabhängigkeit unter dem Namen Union of Burma erreichte das Land im Jahr 1948.

Heute leidet das Land, reich an Ressourcen, unter allgegenwärtigen staatlichen Kontrollen, ineffizienter Wirtschaftspolitik und der ländlichen Armut. Was einst eine der reichsten und am meisten entwickelten Länder in Asien war, hat sich wegen der weit verbreiteten Korruption zu einem armen Land entwickelt. Myanmar ist immer noch eine Militärdiktatur und das Volk leidet unter der Knechtschafft seiner Potentaten.
Diese Tatsache wirkt sich auch auf das Reisen im Land aus. Wäre das Reisen jederzeit und überall frei und ohne Einschränkungen, würde Myanmar ohne große Probleme Thailand als Reiseland Nummer 1 in Südostasien einholen. Es hat wunderschöne, unberührte Strände, einzigartige Kulturschätze, die auf einer wendungsreichen Geschichte basieren, Ethnische Vielfalt und einzigartige Landschaften.

Beliebteste Reiseziele

Rangoon

Rang(0-10):18
Pagan

Rang(0-10):16
Bago

Rang(0-10):10
Inle Lake

Rang(0-10):8
Kengtung

Rang(0-10):8
Amarapura

Rang(0-10):8
Kyaiktiyo

Rang(0-10):8
Tachilek

Rang(0-10):6
Nyaungshwe

Rang(0-10):6
Kyaukpadaung

Rang(0-10):6
Nampan Chaung

Rang(0-10):6
Mawlamyine

Rang(0-10):6
Inwa

Rang(0-10):6
Mandalay

Rang(0-10):4
Prome

Rang(0-10):4
Mingun

Rang(0-10):4
Hsipaw

Rang(0-10):4
Zayatkyi

Rang(0-10):4
Kawthoung

Rang(0-10):4
Indein

Rang(0-10):4
Ngapali

Rang(0-10):4
Magway Division

Rang(0-10):4
Chaungtha

Rang(0-10):4
Sagaing

Rang(0-10):4
Sale

Rang(0-10):4
Kalaw

Rang(0-10):2
Wān Seng

Rang(0-10):2
Maymyo

Rang(0-10):2
Inbawhkon

Rang(0-10):2
Nyaungu

Rang(0-10):2
Monywa

Rang(0-10):2
Kyauktan

Rang(0-10):2
Myitkyinā

Rang(0-10):2
Thandwē River

Rang(0-10):2
Syriam

Rang(0-10):2
Nānthe

Rang(0-10):2
Taungoo

Rang(0-10):2
Kanpetlet

Rang(0-10):2
Taunggyi

Rang(0-10):2
Taungthaman

Rang(0-10):2
Heho

Rang(0-10):2
Kēng Tung

Rang(0-10):2
Mrauk-oo

Rang(0-10):2
Nyaung-u

Rang(0-10):0
Wingdagon

Rang(0-10):0

Provinzen

Ayeyarwady   Karte
Bago   Karte
Chin State   Karte
Kachin State   Karte
Kayah State   Karte
Kayin State   Karte
Magway   Karte
Mandalay   Karte
Mon State   Karte
Rakhine State   Karte
Sagain   Karte
Shan State   Karte
Tanintharyi   Karte
Yangon   Karte

Städte


Naypyidaw - seit November 2005 die neue offizielle Hauptstadt des Landes, eine Retortenstadt nahe Pyinmana
Yangon - Die größte Stadt des Landes
Mandalay - Myanmars zweitgrößte Stadt - Ort vielen Sehenswürdigkeiten.
Sittwe (früher Akyab) - Hauptstadt des Rakhine State und Ausgangspunkt für die Fahrt zur alten Königshauptstadt Mrauk U.
Taunggyi - Größte Stadt in der Nähe vom Inle See und Pindaya.
Tachilek - nahe der Grenze zu Thailand

Eine vollständigere Liste findest du unter Städte in Myanmar.

Weitere Ziele


Bagan - Riesiges antikes Tempelareal. Touristenziel Nummer Eins in Myanmar.
Inle See - romantischer See südlich von Taunggyi.
Kyaikto Pagode - Der Goldene Felsen.
Pindaya - Ort im Shan State. Höhlen mit über 8000 Buddhafiguren
Ngapali Beach - ruhiger Traumstrand - es gibt keinen besseren Ort zum Entspannen.
Mrauk U - alte Königshauptstadt im Rakhine State
Mount Popa - dort liegt der Sitz der Nats - imposanter solitär stehender Berg

Gliederung


Myanmar gliedert sich in sieben States und sieben Divisions. Die Landesteile, die überwiegend von der größten Volksgruppe Myanmars, den Bamar, besiedelt sind, heißen Division, die Bereiche, die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden, State.
Die Minderheiten-States bilden zum überwiegenden Teil die Außengrenzen Myanmars; im Uhrzeigersinn beginnend im Südwesten:

Rakhine (Arakan) (Hauptstadt: Akjab)
Chin (Hauptstadt: Hakha)
Kachin (Hauptstadt: Myitkyina)
Shan (Hauptstadt: Taunggyi)
Kayah (Hauptstadt: Loi-kaw)
Kayin oder Karen (Hauptstadt: Pa-an)
Mon (Hauptstadt: Mawlamyaing)

Von den sieben Divisions verfügen zwei über Außengrenzen auf dem Festland, die übrigen fünf liegen entweder im Binnenland oder am Meer:

Sagaing (Division) (Hauptstadt: Sagaing)
Tanintharyi (Tenasserim) (Hauptstadt: Tavoy)
Ayeyarwaddy (Division) (Hauptstadt: Pathein)
Yangon (Hauptstadt: Rangun)
Bago (Pegu) (Hauptstadt: Bago)
Magway (Division) (Hauptstadt: Magway)
Mandalay (Division) (Hauptstadt: Mandalay)

Hintergrund





Das Land wird von einem sozialistischen Militärregime regiert, dessen Politik wegen der Einschränkung grundlegender Menschenrechte kritisiert wird. Deshalb wird es von vielen Staaten mit Embargos belegt. Insbesondere sind das die Staaten der Europäischen Union sowie die USA. Größere Handelsbeziehungen existieren mit China sowie weiteren asiatischen Ländern. Ebenso gibt es lokale Beziehungen zum Nachbarn Thailand. Speziell im Kampf gegen den Drogenhandel. Jeder Tourist muss sich bewußt sein, dass ein Großteil seines Geldes bei der Regierung landet. Daher sollte sich jeder vor der Reise überlegen, ob er das Land besucht, oder dem Aufruf der burmanischen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi folgt, und das Land boykottiert. Wikitravel ist nicht der Ort für politische Diskussionen. Für diesen Gedankenaustausch gibt es Foren im Internet. Vor Ort sollte man sich nicht mit Einheimischen über die Politik des Landes unterhalten. Unter Umständen kann das Probleme für beide Seiten bringen.
In Myanmar gibt es viele Volksgruppen, die allein 100 Sprachen und Dialekte sprechen. Neben den Burmanen, die zwei Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen, gibt es die Karen, Shan, Chin, Arakanesen, Wa, Palaung, Mon, Kachin, Akha, Lahu, Naga, Intha. Diese bestehen teilweise noch aus Untergruppen. 88% der Einwohner Myanmars sind Theravada-Buddhisten. Aufgrund der vielen Volksgruppen flammen immer wieder Unruhen in einigen Regionen auf. Viele Völker wollen eine komplette oder teilweise Unabhängigkeit. Ein Beispiel sind die Karen im Grenzgebiet zu Thailand, die mit einer Kinderarmee für einen eigenen Staat kämpfen. Aber nur selten sind Informationen zur derzeitigen Situation zu bekommen. Offiziell gibt es in der Zwischenzeit zwischen der Regierung und allen rebellischen Gruppen eine Waffenruhe.
1989 wurden im Rahmen eines Prestigeprojektes der Regierung der Landesname sowie Orts- und Flußnamen umbenannt. Um Verwirrungen zu vermeiden, werden hier nur die neuen Namen verwendet, da sie auch im Land üblich sind. Einige wichtige Beispiele:

Union of Burma -> Union of Myanmar
Rangoon -> Yangon
Akyab -> Sittwe
Arakan -> Rakhine

Weite Teile des Landes sind nach wie vor für den Tourismus gesperrt. Dazu gehören zum Beispiel der Chin State und weite Teile des Shan State. Einige weitere Orte sind zwar zugänglich, allerdings herrschen verschiedene Einschränkungen. Teilweise ist eine spezielle Reiseerlaubnis notwendig, teilweise braucht man einen Führer, teilweise sind die Reiserouten vorgegeben. So sind einige Orte nur mit dem Flugzeug, bzw. auf einer vorgeschriebenen Straße erreichbar. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen dient es dem Schutz des Reisenden (auf der Inlands-Strecke nach Kengtung kommt es immer wieder zu Überfällen), zum anderen sollen einfach einige Regionen vom Blick des Ausländers verborgen bleiben. Die touristischen Hauptattraktionen des Landes sind aber ohne Bedenken und Probleme zu bereisen. Wer weitere Regionen bereisen will, sollte sich vor Ort bei Reisebüros (z.B. beim staatlichen Reiseunternehmen MTT) sowie den entsprechenden Behörden informieren.
Die Wirtschaft des Landes wird zur Zeit von zahlreichen Joint Ventures aufgebaut. Die typische Konstruktion dieser Joint Ventures sieht etwa so aus: Ein ausländischer Investor stellt das Geld zur Verfügung und bekommt 49% der Anteile des Unternehmens. Eine Tochter oder ein Sohn eines hochhrangigen sozialistischen Nomenklaturamitgliedes bekommt 51% der Anteile - oft ohne jede finanzielle Einlage. So privatisiert die herrschende sozialistische Militärkaste den Reichtum des Landes.

Anreise

Die Anreise ist nur per Flugzeug möglich. Internationale Flughäfen gibt es in Yangon und Mandalay. Ausnahmen stellen eintägige Ausflüge von Thailand aus dar (Tachilek - Grenzgebiet im nördlichen Thailand sowie Tauchausflüge in der Andmanensee).
Für die Einreise ist noch sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Hierzu muss man den Visa-Antrag und eine Arrival Report Form ausfüllen. Beides kann man sich von der Myanmarischen Botschaft in Berlin zufaxen lassen oder auf deren Website herunterladen. Der Reisepass wird zusammen mit den Formularen, der Gebühr und einem für ein Einschreiben frankierten Rückumschlag an die Botschaft geschickt. Nach einer Woche liegt der Reisepass mit dem Visum wieder im Briefkasten. Das Arrival Report Form ist bei der Einreise nach Myanmar mit sich zu führen. Wer das Visum schneller benötigt, kann auch die Dienste von www.visaexpress.de in Anspruch nehmen.
Botschaft der Union Myanmar: Thielallee 19, 14195 Berlin (Dahlem), Tel.: 030-2061570, Fax: 030-20649757, http://www.botschaft-myanmar.de, E-Mail - Die Sprechzeiten der Botschaft sind Mo-Fr von 10:00-16:00 - Die Botschaft in Berlin ist auch für Österreich, Belgien und die Niederlande zuständig.
Für die Schweiz: Myanmar Union auprès de l'ONU; consulat géneral, av. Blanc 47, 1202 Genf, Tel.: 022-9069870, Fax: 022-7328919. Auf der Homgepage http://www.myanmargeneva.org können Visaanträge heruntergeladen werden.

Luftweg


Eine Einreise nach Myanmar per Flugzeug ist über den internationalen Flughafen in Yangon möglich. Von Europa aus kann man Myanmar nicht mit einem Direktflug erreichen. Die am meisten benutzten Umsteigeflughäfen sind Bangkok und Singapur. Bei der Ausreise aus Myanmar ist auf dem Yangoner Flughafen eine Flughafengebühr von $US 10 zu zahlen. Eine Direktverbindung nach Kambodscha mit Air Bagan ist in Planung aber bis jetzt nicht eingerichtet.

Landweg


Eine Einreise auf dem Landweg ist ohne weiteres nicht möglich. Lediglich die Stadt Tachilek ist von Thailand aus auf einer fest vorgeschriebenen Route zu erreichen. Eine Weiterfahrt auf dem Landweg ist nicht möglich, es gibt aber Flugverbindungen in andere Städte Myanmars. Innerhalb des Landes ist Tachilek für Touristen nur mit dem Flugzeug erreichbar.
Es ist auch möglich, im Süden Myanmars von Ranong (Thailand) aus kommend nach Kawthaung einzureisen. Auch von hier ist aber die Weiterreise nur per Flugzeug möglich. In beiden Fällen sind zur Weiterreise spezielle Genehmigungen unbedingt notwendig.

Seeweg


Eine internationale Seeroute nach Myanmar gibt es derzeit nicht.

Flugzeug


Es gibt ein Netz von Flugrouten, mit dem die größeren Orte Myanmars verbunden sind. Aufgrund mangelnder Wartung sollte nicht die einheimische Fluggesellschaft Myanmar Airways benutzt werden. Diese ist aber nicht mit der international fliegenden Gesellschaft Myanmar Airways International zu verwechseln. Die drei Fluggesellschaften Air Mandalay, Air Bagan und Yangon Airways bedienen alle Strecken zu touristisch interessanten Orten und teilweise zu asiatischen Metropolen.

Bahn


Das Land besitzt ein Bahnnetz, welches die größeren Städte miteinander verbindet. Bei Touristen recht beliebt ist die Bahnfaht von Yangon nach Mandalay. Das Ticket kostet ca. $US 30-40. Das Fahren mit der Bahn in Myanmar ist eine gemächliche Angelegenheit. Der Zug fährt recht langsam, mehrstündige Verspätungen sind durchaus normal. Als Tourist sollte man die erste Klasse buchen. Dort sitzt es sich sehr bequem. Wer einen angeschlagenen Magen hat, und oft die Toilette aufsuchen muss, sollte sich vielleicht überlegen, den über 14 Stunden-Ritt zu verschieben. Man sollte sich für die Fahrt mit Trinkwasser versorgen. Dann steht einer interessanten und beschaulichen Fahrt nichts mehr im Wege. Wer einen Abstecher zum Inle See machen will, steigt in Thazi um.

Bus


Es gibt staatliche und private Busse. Die staatlichen sind billig. Das erkauft man sich mit einer ziemlich unbequemen Reise. Diese Busse sind immer überfüllt. In der Zwischenzeit gibt es auch einige private Busunternehmen, die die wichtigen Hauptstrecken bedienen. Hier hat man dann seinen eigenen Sitzplatz und Klimaanlage. Man sollte sich das Ticket einen Tag im voraus besorgen. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse wird das Fahren allerdings nie wirklich bequem sein und man kommt in der Regel auch nicht zu einem Nickerchen. Am Schlafen hindert in vielen Überlandbussen außerdem das in schallender Lautstärke über meist schwer knarzende Boxen auf einem Fernseher ausgestrahlte Karaoke-TV, lauthalses Mitsingen des ganzen Busses inbegriffen - auf jeden Fall ein Erlebnis. Die langen Fahrten werden alle paar Stunden unterbrochen um zu Essen oder zur Toilette zu gehen.

Auto


Pickups: Auf allen Verbindungen zwischen den Orten verkehren auch Sammeltaxis (Pick-Ups). Auch hier geht es sehr eng und unbequem zu. Bei Regen kann man zusätzlich noch naß werden. Für große Strecken ist von der Benutzung abzuraten.
PKW: Es ist Ausländern nicht erlaubt, in Myanmar ein Auto zu führen. So gibt es auch keine Autovermietungen. Man kann sich aber durchaus ein Auto mit einem Fahrer mieten. So ist es auch möglich sich für den ganzen Urlaub ein Auto mit Fahrer zu besorgen.

Tempelareal von Bagan

Schiff


Einige Strecken im Land kann man auch mit dem Boot befahren. Dazu gehören alle Verbindungen auf dem Ayeyarwaddy. Allerdings ist es ein sehr gemächliches Reisen. Aber man bekommt auf bequeme Art und Weise viel vom Land zu sehen. Empfehlenswert sind folgende Touren:

Mandalay - Bagan - Pyay
Sittwe - Mrauk U

Sprache


Die Haupt- und Amtssprache ist Burmanisch. Nebenbei gibt es etwa 100 weitere Sprachen und Dialekte. Das Burmanische gehört der Tibeto-Burmanischen Sprachgruppe an. Die Schrift setzt sich hauptsächlich aus Kreissegmenten zusammen. Der Ursprung dieser Schrift ist - ebenso wie der thailändischen und laotischen - Südindien. Wie bei anderen Sprachen Südostasiens ist auch beim Burmanischen die Bedeutung der Worte von der Betonung abhängig. Daher sollte man sich die Worte beim Lernen von einem Einheimischen vorsprechen lassen. Die Schwierigkeiten mit der Aussprache sollten den interessierten Reisenden nicht davon abhalten, sich ein paar Worte anzueignen. Ein 'Mingalabah!' für 'Guten Tag' oder 'Shisubeh!' für 'Danke' wird den Einheimischen schnell ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Sehr oft findet man die Silbe Shwe- in den Bezeichnungen. Dieses ist das birmanische Wort für Gold.
Alle Myanmaren, die mit Touristen in Kontakt kommen, können Englisch. Es ist somit kein Problem, sich zu verständigen. In touristisch wenig frequentierten Gebieten, wie z.Bsp. in Sittwe und Mrauk U herrscht teilweise nur ein kleiner Grundwortschatz, da kann es auch mal im Hotel mit der Verständigung eng werden. Das sollte aber niemanden davon abhalten, diese Gegenden zu bereisen.

Das Englische wird vielfach innerhalb der jüngeren Bevölkerungsschichten (unter 30) verstanden und auch gesprochen. In den ländlichen Gebieten gilt dies nicht. Es wird auf jeden Fall empfohlen, Grundkenntnisse in Russisch mitzubringen.

Kaufen


Die in Myanmar gültige Währung ist der Kyat. Es sind nur Scheine im Umlauf. Für die Bezahlung von Eintrittsgeldern und in Hotels ist auch der Dollar üblich. Ein Problem stellt der Umtausch der Dollar in Kyat dar. Der offizielle Umtauschkurs weicht extrem vom eigentlichen - dem Schwarzmarktkurs ab. So ist man gezwungen, auf dem Schwarzmarkt zu tauschen. In Yangon ist das im Scott Market (Bogyoke Aung San Market) und an der Sule Pagode möglich. Meistens wird man dort schon angesprochen. Der Wechselkurs ist auf dem Schwarzmarkt zu einem gewissen Teil auch Verhandelungssache. In verschiedenen Landesteilen weicht der Kurs auch stark voneinander ab. Oft kann man auch im Hotel das Geld tauschen, dann ist der Kurs meist etwas schlechter. Kreditkarten und Travellerschecks werden in Myanmar nicht akzeptiert! Ebenso ist trotz anders lautenden Darstellungen in Reiseführern das Abheben an Bankautomaten NICHT möglich. Man sollte sich für den Urlaub mit ausreichend Dollar in bar ausstatten. Vor einigen Jahren war es notwendig am Flughafen bei der Einreise $US 200 in FECs zu tauschen. Bei der Bezahlung waren sie dem Dollar gleichwertig. 2003 galt die Regel nicht mehr. Pauschalreisende waren von der Regelung nicht betroffen. Deshalb muss man bei der Visa-Beantragung entsprechende Angaben machen. Eine Einführung bzw. Abschaffung der Regel ist jederzeit möglich. Deshalb sollte man sich bezüglich der Finanzplanung vorher informnieren, insbesondere beim Auswärtigen Amt.

Umtauschkurs (November 2007): US Dollar -> Kyats: 1280; Euro -> Kyats: 1750


Küche


Es gibt in Myanmar eine Reihe von Curries, die sich in den einzelnen Regionen unterscheiden. Beispielsweise sind die Curries im Rakhine State bedeutend schärfer als im Rest des Landes. In Rakhine werden auch Stäbchen benutzt, während in anderen Gegenden mit der Hand, bzw. mit Löffel und Gabel gegessen wird. Ein Allrounder ist die Suppe Mohinga. Ohne feste Rezeptur kann sie zu jeder Tageszeit gegessen werden. Einige Hotels und Gästehäuser bieten sie auch als Alternative zum eher langweiligen Kontinentalfrühstück an, welches normalerweise bei der Übernachtung inklusive ist. Dieses besteht immer aus Toast, Butter, Marmelade und 2 Eiern.

Ausgehen


Infolge der Isolation des Landes und der wenigen Touristen des Landes ist außer den kulturellen und den Erholungsmöglichkeiten in Myanmar nicht viel los. Die Myanamaren selber gehen eher früh zu Bett. In den Hotels der Oberklasse gibt es Clubs, die lange geöffnet haben und Live-Musik und Möglichkeiten zum Tanzen bieten.

Lernen


An der Universität in Yangon kann man das Fach "Burmanisch" (für Ausländer) belegen.

Arbeiten


Vor Ort zu arbeiten ist kaum möglich. Lediglich ausländische Firmen, die vor Ort tätig sind, bieten die Möglichkeit, im Land zu arbeiten. Viele Firmen haben sich aber aufgrund der politischen Besonderheiten und der Probleme, die einem die Regierung in den Weg legen kann, wieder zurückgezogen. Eine weitere Möglichkeit, im Land tätig zu sein, bieten gemeinnützige Organisationen.

Feiertage


Shwedagon Pagode in Yangon am Abend



Sicherheit


In den für Touristen frei zugänglichen Gebieten kann man sich in der Regel ohne Sicherheitsbedenken frei bewegen. Auch allein reisende Frauen brauchen keine Bedenken haben. Wie eigentlich immer im Urlaub sollte man immer ein Auge auf seine Besitztümer haben.
Das einzige Sicherheitsrisiko stellen die weltweite Terrorgefahr sowie möglicherweise aufflammende interne Unruhen dar. So kam es am 26.04.05 und am 7.5.2005 zu Bombenanschlägen in Mandalay in Yangon. Eventuelle Auswirkungen auf den Tourismus lassen sich aufgrund der spärlichen Informationspolitik des Landes kaum abschätzen. Man sollte sich daher vor der Reise über die aktuelle Situation informieren.

Auswärtiges Amt - Hier gibt es die aktuellsten offiziellen Hinweise.
The Irrawaddy - Unabhängige Zeitung mit Fokus auf Myanmar
Bangkok Post - Hier findet man News zum Geschehen in Südostasien

Wie bereits oben erwähnt, sollte man sich vor Ort nicht mit Einheimischen über die Politik des Landes unterhalten oder gar Kontakt zu irgendwelchen politischen Bewegungen suchen. Unter Umständen kann das Probleme für beide Seiten bringen.

Gesund bleiben


Was die Gesundheit betrifft ist natürlich einiges zu beachten. Hepatitisimpfung ist notwendig. Ebenso empfohlen ist die Impfung gegen Thyphus. In einigen Foren findet man auch Hinweise und Empfehlungen, sich gegen Tollwut und japanische Enzephalitis zu impfen. In jedem Fall sollte man vor der Abreise einen Arzt konsultieren, um die notwendigen Vorkehrungen abzusprechen.
Malaria. Die WHO stuft mit Ausnahme der Stadtregionen von Yangoon und Mandalay das Land unter 1000 Höhenmetern als Malaria Risikogebiet ein und rät zur Prophylaxe. Wichtig sind also hierbei die üblichen Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche (lange, helle Kleidung; Mückenspray, Moskitonetz). Als Notfallmittel sollte hier jeder Tourist das Medikament Malarone dabeihaben. Einige Teile des Landes, an denen der Tourist vorbeikommt, sind aufgrund geografischer und klimatischer Verhältnisse malariafrei. Dagegen ist die Küstenregion sehr malariagefährdet (z.B. Ngapali Beach). Laut Auswärtiges Amt besteht in der Gegend um Ngapali Bech nur eine geringes Malariarisko!
Die medizinische Versorgung in Myanmar ist in technischer, apparativer und hygienischer Sicht mit Europa nicht zu vergleichen. Bei komplizierten Beschwerden sollte man eventuell einen kurzen Trip nach Bangkok in Erwägung ziehen. Dort findet man jede Menge Ärzte auch mit Fremdsprachenkenntnissen.
Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfungen findet man auf Tropeninstitut.de.
Weiterführende Webseiten:

RKI -- Robert Koch Institut
WHO -- Welt-Gesundheits-Organisation
Fit For Travel

Klima


In Myanmar herrscht typisches Monsunklima mit drei unterschiedlichen Jahreszeiten. Dadurch ergibt sich eine ideale Reisezeit von Mitte Oktober bis Mitte Februar. Dann herrschen tagsüber angenehme 30°. Leichte Sommerkleidung für untertags ist also völlig ausreichend.
Allerdings kann es in einigen Gegenden, z.B. in höher gelegenen Orten wie in Pindaya oder am Inle See, abends und in der Nacht recht kühl werden. Dann benötigt man unbedingt auch warme Pullover oder Jacken. Die Region um Mandalay kann in der Zeit von März bis Juli extrem heiß werden, Temperaturen von über 40 Grad sind dort dann keine Seltenheit!


Respekt


Auch wenn Myanmar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, legt man Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Deshalb tragen fast alle Männer - neben dem für den Europäer ungewohnten Wickelrock (Longyi) - ein gepflegtes Hemd. Daher sollte auch der Tourist einiges beachten. Die Knie und Schultern sollten immer bedeckt sein. Bademode gehört nur an den Strand und den Hotel-Pool. So gibt auch einige Verhaltensregeln, die es zu beachten gilt. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern Südostasiens hat die Regierung die Bevölkerung jahrzehntelang von der Außenwelt isoliert. So ist niemand in diesem Land an Massentourismus gewöhnt. Begegnen Sie deshalb den Menschen bescheiden und zurückhaltend. Durch Heben der Stimme oder gar Wutausbrüche verlieren sie in den Augen eines Myanmaren Ihr Gesicht. Eine große Portion Gelassenheit zur Kompensation von Unzulänglichkeiten gehört unbedingt in das Gepäck eines Myanmar-Touristen. Im Gegensatz zu Europa sind Umarmungen und Zärtlichkeiten bei Paaren in der Öffentlichkeit unmöglich. Das Händeschütteln als Begrüßung ist nicht beliebt. Als besonders heiliger Teil des Körpers gilt der Kopf. So berührt man niemals ohne besonderen Grund den Kopf eines Kindes. Vor Pagoden und Tempeln müssen prinzipiell die Schuhe ausgezogen werden.

Kommunizieren


Internet: Durch die strenge Isolierungspolitik der Regierung ist der Zugang zum Internet im Land beschränkt. Trotzdem bieten immer mehr Internetcafés und Hotels, vor allem in Yangon, Mandalay und Bagan, Internetzugänge für ihre Gäste an. Diese sind oft sehr langsam und instabil. Die bekannten E-Mail-Dienste wie z.B. Google oder Yahoo sind oft gar nicht oder zeitweise nicht erreichbar, E-Mail-Zugänge von Firmen oder kleineren Anbietern allerdings meistens schon (Stand Okt. 2006).
Telefon: Auch das Telefonnnetz ist nur eingeschränkt nutzbar. Es ist nicht immer möglich von jedem Ort zu jedem Ort in Myanmar zu telefonieren. Das liegt an den teilweise unterschiedlich ausgebauten lokalen Netzen. Es ist in der Regel möglich, von der Hotelrezeption ein Gespräch nach Hause zu führen. Die Kosten belaufen sich auf ca. $US 4 pro Minute. Öffentliche Telefonzellen gibt es nicht.
Mobilfunk: Ein Mobilfunknetz wird gerade aufgebaut und funktioniert schon. Es haldelt sich hierbei um ein GSM 900 Netz der Firma Myanmar Posts and Telecommunications (Das Display zeigt "MPT GSM" an). Mit einer deutschen Sim-Karte ist noch kein Roaming möglich. (vorrausichliches Abkommen mit Telefonica o2, Mitte 2010). Allerdings funktionieren Sim-Karten des Nachbarn Thailand. (Nur Telefonie, kein SMS-Service / Stand Juni 2009). Die Kosten sind extrem hoch (ca. 4€ pro Minute ins Europäische Ausland) Absolute Glückssache, wenn einmal eine einwandfreie Verbindung zustande kommt. Das versorgte Giebiet umfaßt bis dato: Rangoon und Umgebung / Mandalay und Umgebung / Bhamo Stadt / Dawei im Aufbau. Bei Einreise muß das Mobiltelefon deklariert werden.
Post: Die Post ist in Myanmar noch sehr unzuverlässig. Eine Ankunft Ihrer Urlaubspost kann nicht garantiert werden. Eine Postkarte kostet 30 Kyat. Es ist am besten, man gibt die Karte persönlich bei der Post ab. Oder man fragt bei der Hotel-Rezeption nach.
DHL Worldwide Express: 7A, Kaba Aye Paya Str., Yangon; Tel.: +95-1-664423

Botschaften
Deutschland: Embassy of the Federal Republic of Germany - Hausanschrift: 9 Bogyoke Aung San Museum Road, Bahan Township, Yangon - Postanschrift: GPO Box 12, Yangon 11181 - Tel.: +95-1-5489-51,52,53, Fax: +95-1-548899, E-Mail
Österreich: 63, 157.Str., Tarmwe Township


Konsulate
Schweiz: Consulate of Switzerland, 63 Golden Valley, Bahan Township, Yangon, Telefon: +95 1 524 982, Fax: +95 1 537 663, E-Mail


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