Äthiopien


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Äthiopien (auch Abessinien) liegt in Ostafrika. Angrenzende Länder sind Eritrea, Dschibuti, Somalia, Kenia und Sudan.

Beliebteste Reiseziele

Āksum

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Addis Ababa

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Bahar Dar

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Lalībela

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Arba Minch

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K’et’eba

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Hārer

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Wench’ī K’īrk’os

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Provinzen

Ādīs Ābeba   Karte
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Städte


Addis Abeba - Hauptstadt mit etwa 3 Mio Einwohner
Awasa - groessere Stadt am Awasasee
Arba Minch - (uebersetzt 'vierzig Quellen') Ort am Abaya- und Chamosee, Beginn des Nech Sar Nationalparks

Weitere Ziele


Fälle des blauen Nil (Tissisat)

Nationalparks:

Abijatta Shalla Lakes National Park
Awash National Park
Bale Mountains National Park
Nech Sar - Nationalpark am Abaya- und Chamosee im Suedwesten, Krokodil- und Nilpferdreich
Mago National Park
Simien National Park
Yangudi National Park

Kulturelle Stätten:

Festungsstadt Fasil Ghebbi in Gondar
Felsenkirchen in Lalibela
Aksum
Inselklöster auf dem Tanasee
Harar (die viertheiligste Stadt der Muslime)

Hintergrund


Wer Äthiopien bereist sollte sich im klaren sein, dass Äthiopien das ärmste Land der Welt ist, gemäss der aktuellsten Studie des IMF 2005.
Äthiopien hat u.a. folgende Hauptprobleme:
Politisch unstabil -> Opposition hat 2005 deutlich an Sitzen gewonnen. Der amtierende Präsident blieb allerdings an der Macht und lenkt seither mit Aussenpolitik ab.
Aussenpolitik -> Kriege sind keine Seltenheit. 2005/06 Massive Truppenverschiebungen und grosse Kriegsgefahr mit Eritrea.
Militär -> In Addis Abeba sind sehr viele Soldaten stationiert, die Aufstände blutig niederschmettern. Desweiteren sind in abgelegeneren Gebieten viele ehemalige Kriegsveteranen als Rebellen aktiv, die das Land ausrotten. (wildern, Überfälle auf Busse)
Hungersnot -> Auch ist Äthiopien immer wieder von Hungersnöten betroffen, die Millionen von Menschen sterben lassen. Desweiteren sieht man leider allzu oft viele schreckliche, hässliche Krankheiten.


Flugzeug


Ethiopian Airlines ab Frankfurt. Jemen Airways, Lufthansa und eine Reihe anderer. Meist hat Jemen Airways die besten Preise, Lufthansa jedoch die bessere Qualitaet und Zuverlaessigkeit. Der einzige internationale Flughafen des Landes ist der Bole International Airport in Addis Abeba. Neuerdings bietet Turkish Airlines gute Verbindungen von verschiedenen deutschen Flughäfen (z.B. Hannover) via Istanbul zu sehr guten Preisen, inkl mind. 30kg Freigepäck.
Ich binn sehr günstig mit Emirates geflogen Hin und rück für 640 Euro. Aber nur 20 kg Gepäck bei Jemen gibts 50 kg wenn man vorher bescheid sagt.
es lohnt sich auch bei egypt-airlines zu suchen, da gibt es manchmal flüge von frankfurt, berlin oder münchen (über kairo) um die 500€.

Bahn


Die einzige Bahnstrecke wurde unter französischer Leitung 1894 - 1917 erbaut. Sie führt aus dem Nachbarland Djibouti über Dire Dawa zur Hauptstadt Addis Abeba. Zur Einreise nach Äthiopien ist sie nur bedingt geeignet.

Bus


Es gibt keine Möglichkeit per Bus nach Äthiopien einzureisen.

Auto


Äthiopien unterhält zu jedem seiner Nachbarländer Grenzübergänge. Allerdings sind die Übergänge nach Eritrea aufrund der Spannungen zwischen den Ländern zur Zeit geschlossen. Sonst muss man nur beachten, dass das Fahrzeug auch wieder ausgeführt werden muss, da sonst eine Einfuhrsteuer fällig wird, die bis zu 150% des Neuwerts betragen kann.

Schiff


Da Äthiopien keinen Meereszugang hat gibt es keine Möglichkeit mit dem Schiff in das Land einzureisen.

Mobilität


Die Mobilität hält sich stark in Grenzen wenn man kein Auto hat. Denn Busse fahren meist viel zu schnell und sind in einem erbarmungwürdigen Zustand. Das Hauptproblem ist jedoch der Khat (Wirkstoff Cathin). Sehr viele Fahrer kauen dies und fahren entsprechend gefährlich. Es vergeht kaum eine Woche wo nicht ein Bus mit all seinen Fahrgästen schwer verunglückt.
Die Busse fahren jeweils morgens früh ab.
Im allgemeinen ist es ungefährlich wenn man mit den grossen Überlandbussen fährt, da diese bei Nacht nicht fahren und es mit ihnen weniger Unfälle gibt. Von Minibussen auf Überlandfahrten ist abraten. Man kann auch per Anhalter fahren aber des kostet was und es empfiehlt sich den Fahrer ganz genau anzuschauen hier gilt das gleiche wie bei den Minibussfahrern. In Extrem abgelegenen Gebieten ist oft die einzige Möglichkeit weiter zu kommen als Anhalter zu fahren.
Beim Taxi fahren in Addis immer erstmal nach dem Preis fragen. den der Fahrer will und ihn dann mindestens halbieren dann wird am Ende nicht ganz so stark abgezockt wie sonst und noch was gild allgemein die bescheisen eine gerne auf die art dass sie zb fourteen sagen und dann aber fourty wollen da hilft entweder one four sagen oder die amaharischen Zahlen lernen. Es empfiehlt sich eh Minibuss zu fahren da man dann nicht so oft angebettelt wird und es immer recht nette gespräche mit den mitfahreneden gibt die helfen einem auch weiter und passen meistens darauf auf dass man nicht beschissen wird.
inlandflüge mit ethiopian airlines kosten umgerechnet zwischen 50-100€, das spart eine menge zeit aber dafür kann man die landschaft und das endlos-panorama nicht so geniessen, wie wenn man mit dem auto/ bus unterwegs ist.

Sprache


Amtssprache ist Amharisch. Der Schulunterricht findet in den höheren Klassen in Englisch statt. Kommunikation auf englisch ist daher (vorallem in Städten) kein Problem, dennoch ist das Niveau des gesprochenen Englisch nicht so hoch wie dieser Umstand es erwarten ließe.
Desweiteren sind lokale Sprachen im Gebrauch. In den muslimischen Teilen und an der Grenze zum Sudan wird z. T. arabisch (als Fremdsprache) gesprochen. Um Amaharisch zu lernen gibt es in den Buchläden in Addis günstige Bücher (3 Euro oder so) die sind insoweit recht praktisch, da hier auch die äthiopische Schrift dargestellt ist. Auch ist darauf zu achten dass man immer darauf achtet wie unterschiedlich die Wörter ausgesprochen werden.

Kaufen


Äthiopien ist bekannt für seine Lederprodukte. Diesbezgüglich kann man günstig 1A-Qualitäts-Lederjacken ab 60 EUR kaufen. Ausserdem bietet es sich auch an Kaffee und Honig mit nach Hause zu nehmen. Blumen sind heute der größte Exportschlager geworden. Doch auch Gold, Früchte und Teff werden exportiert.
Beim Einkaufen muss man darauf achten, dass wenn man auf Englisch fragt, grundsätzlich mehr bezahlt, als wenn man auf amaharisch fragt.Auch verlangen Sie bei einem Weissen immer mehr als bei einem Schwarzem. Ein Bespiel: Der Preis für ein paar Schuhe konnte von mir von 350 auf 100 Birr runtergehandelt werden. Es ist sehr lustig, wenn man die second hand Kleidung aus Deutschland sieht, die dort verkauft wird hier sind teilweise auch richtige Raritäten dabei.

Küche


Als Grundnahrungsmittel und praktisch zu jeder Mahlzeit wird das aus dem Mehl des grasartigen Getreides Teff gewonnene tellergroße Fladenbrot Injerra gereicht. Als „essbarer“ Teller fungierend, da in Äthiopien nur mit der rechten Hand gegessen wird, ersetzt es das Essbesteck. Dazu werden verschiedene Saucen, Watt genannt, serviert, die in verschiedenen vegetarischen und fleischhaltigen Ausführungen zubereitet werden.
Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche verbietet Mittwochs und Freitags den Genuss von Fleisch. An diesen Tagen wird meist Linsenbrei verspeist, wobei auch grundsätzlich nur Fleisch isst, der es sich leisten kann.
Äthiopische Frauen bereiten zudem vornehmlich zwei pikante Saucen mit viel zerlassener Butter zu: Für Geflügel oder Lammfleisch, Gemüse oder Hülsenfrüchte wird Alicha gekocht - aus Zwiebeln, Gelbwurz, Kreuzkümmel, Knoblauch und Ingwer. Aus rotem und schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Nelken, Muskat, Kardamom, Fenchelsamen, Koriander und Ingwer wird, vor allem für Rindfleisch, Wat zubereitet. Diese Sauce ist nicht nur unglaublich scharf, sie schmecken aber auch hervorragend.

Ausgehen


Ausgehen ist in Ähtiopien möglich. Es gibt eine Vielzahl von Restaurants, Diskotheken sowie Kulturveranstaltungen. In der Hauptstadt gibt es einige gute Bars mit Live-Bands oder einfach lokalen Treffpunkts. Äthiopier sind sehr gesellige Leute. Es gibt viele Discos in Addis zb. das Segen wo westliche Musik gespielt wird.

Feiertage


7. Januar - Genna (äthiopische Weihnachten)
Januar/Februar - Timkat (äthiopische Epiphanie)
Februar/März -Eid al-Adha
2. März - Tag der Schlacht von Adowa
März/April - Ostern
6. April -äthiopischer Siegestag
1. Mai - Tag der Arbeit
5. Mai - Maifeiertag (Siegestag)
April/Mai - Mouloud (Geburtstag des Propheten)
28. Mai - Nationalfeiertag
11. September - Enkutatash (äthiopischer Neujahrstag)
27. September - Maskaltag (Auffindung des wahren Kreuzes)
November/Dezember - Eid-al-Fitre (Ende des Ramadan).

Die Daten für islamische Feiertage werden nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher in jedem Jahr.

Sicherheit


Die Sicherheit in Äthiopien ist genau zu verfolgen. Bitte vor Reise genau nach politischer Lage abklären. Von Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea, in die Danakil-Depression in Nord-Afar sowie in die Somali-Region wird abgeraten. Diebstahl ist jedoch zumindest in der Hauptstadt recht häufig. Gewaltdelikte sind eher selten, können aber nicht ausgeschlossen werden. Vermeiden sollte man Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit. Es ist empfehlenswert, so wenige Wertgegenstände wie möglich bei sich zu tragen, wenn man das Hotel oder seine Unterkunft verläßt. Geld und andere Wertgegenstände sollte man so verstauen, dass ein Diebstahl zumindest erschwert wird. Ohnehin ist es nicht ratsam, große Menge an Geld mit sich zu führen. Wertgegenstände sollten im Hotel in einem Tresor (gegen Quittung) und nicht direkt im eigenen Zimmer gelagert werden. Ein respektvolles und demütiges Auftreten der eigenen Person in der Öffentlichkeit ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Menschen weißer Hautfarbe sind ohnehin eine Seltenheit und werden von den Menschen mit unterschiedlichen Assoziationen behaftet (oft negativ). Daher sollte man diese Vorurteile nicht noch bestärken, in dem man seinen (für äthiopische Verhältnisse) Reichtum zur Schau stellt. Denn trotz teilweiser großer Armut legen Äthiopier sehr großen Wert auf gepflegte und saubere Kleidung.
Deshalb sollte das Tragen von immer sauberer und ordentlicher Kleidung selbstverständlich sein. Das Tragen von kurzen Hosen oder ärmellosen T-Shirts ist zu vermeiden. Respekt vor der langen und reichen Kultur der Äthiopier, worauf diese zu Recht sehr stolz sind, sollte ebenso selbstverständlich sein. Befolgt man diese Regeln, so entstehen oft erst gar nicht gefährliche Situationen.
Vermeiden sollte man das Fahren in großen Omnibussen, da diese oft so voll sind, so dass Mitfahrende nicht kontrollieren können, ob sie bestohlen werden.

Gesund bleiben


Auch wenn zur Zeit keine Impfungen bei der Einreise vorgeschrieben sind, sind diverse Impfungen rechtzeitig(!) vor der Einreise dringend anzuraten. Eine tropenmedizinische Beratung ist zu empfehlen. Eine solche Beratung mit der Möglichkeit, anschließend sich direkt impfen zu lassen, bieten etwa Gesundheitsämter an. Hier ist sparen an der falschen Stelle ggf. tödlich! Auch wenn durch die Höhenlage , in der sich weite Teile des Landes befinden, einige tropische Krankheiten nicht auftreten, so gibt es doch genug andere, die auftreten und teilweise lebensgefährlich sind. Einige Beispiele dafür sind die verschiedenen Typen von Hepatitis, Gelbfieber sowie Hirnhautentzündungen.
Malaria-Prophylaxe ist ebenfalls empfohlen, da weit verbreitet, ausser man bleibt in Städten über 2000m.ü.M. Des weiteren sollte beachtet werden, dass in Omo-Valley (Südwest-Äthiopien) ein leichtes Tse-Tse (Schlafkrankheit) Risiko besteht.
In der Reiseapotheke sollten sich auf jeden Fall sterile Spritzen in verschiedenen Größen befinden, mit denen Sie im Notfall Injektionen erhalten können. Es ist nicht auszuschließen, dass in Krankenhäuser oder Krankenstationen nicht sterile Spritzen, teilweise schon verwendet, genutzt werden. Bei Verzehr von Obst und Gemüse ist Vorsicht angeraten. Bei Obst gilt die Devise, dass alles, was man schälen kann, verzehrt werden kann, alles andere aber nicht. Auf den Verzehr von Rohkost (Salat, Tomaten etc.) sollte ebenfalls verzichtet werden. In Addis Abeba gibt es gute Krankenhäuser mit internationalem Standard, aber in allen anderen Städten und Regionen sind gute Ärzte und Krankenhäuser kaum vorhanden. Daher ist es auch empfehlenswert, vor der Abreise sich zahnmedizinisch untersuchen zu lassen bzw., damit man nicht bei Zahnproblemen auf zahnärztliche Hilfe angewiesen ist, die es nicht gibt. Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten Sorge tragen, dass sie diese in für den Aufenthalt ausreichender Menge mit sich führen. Sollten Sie irgendwohin eingeladen werden und es werden Ihnen Speisen angeboten, die Sie gesundheitlich für bedenklich halten, lehnen Sie diese bestimmt, aber freundlich ab. Gesundheit geht hier vor Gastfreundschaft!

Klima


Im äthiopischen Hochland herrscht ein für Europäer allgemein sehr angenehmes Klima vor. In Addis Abeba wird es tagsüber kaum wärmer als 30 Grad und nachts selten weniger als 10 Grad, so dass man gut schlafen kann. Allerdings kann es im Hochland in der Nacht ziemlich kalt (4-5°) werden, so dass die in einfachen Hotels gereichten Wolldecken nicht mehr ausreichen.

Kommunizieren


Die Kommunikation mit Einheimischen ist teilweise in Unkenntnis des Amharischen sehr schwierig. Es gibt in Addis Abeba viele Menschen, die gut Englisch sprechen, doch eine Vielzahl von Menschen beherrschen neben dem Amharischen zwar noch weitere äthiopische Sprachen, aber leider nur kaum oder wenig Englisch. Außerhalb von Addis Abeba, zumal in kleineren Städten, wird man kaum Menschen treffen, die der englischen Sprache mächtig sind. Daher sollte man sich vor der Einreise ein paar Brocken Amharisch aneignen und auch nicht scheuen, diese anzuwenden. Die Äthiopier werden mit großer Freude auf Ihre Versuche, mit ihnen zu kommunizieren, reagieren und Ihnen auch jeden Fehler verzeihen.

Internet


Gerade in großen Städten sind viele Internet-Cafes zu finden. Einige Websites und Dienste sind in Äthiopien gepserrt (Skype, Blogspot.com).

Stichworte:

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