Ecuador


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Ecuador ist ein Staat in Südamerika, mit Grenzen zu Kolumbien und Peru. Seine Landschaft lässt sich in vier Regionen einteilen: Costa Ecuador, Sierra Ecuador, Oriente Ecuador, Austro Ecuador

Ecuador besticht vor allem durch die Vielfältigkeit auf engstem Raum. Von traumhaften Ständen an der Küste, bis zum Andenhochland bis zur Amazonas-Tieflandregion sind es nur wenige Kilometer. Wer die Vielfalt Südamerikas in kurzen Distanzen erleben will, der sollte Ecuador bereisen.

Beliebteste Reiseziele

Quito

Rang(0-10):18
Cuenca

Rang(0-10):16
Baños

Rang(0-10):14
Otavalo

Rang(0-10):12
Guayaquil

Rang(0-10):10
Riobamba

Rang(0-10):8
Laguna Quilotoa

Rang(0-10):8
Mindo

Rang(0-10):6
Puerto López

Rang(0-10):6
Latacunga

Rang(0-10):6
Laguna Grande - Cuyabeno Faunistic Reserve

Rang(0-10):6
Cayambe

Rang(0-10):6
Vilcabamba

Rang(0-10):6
Salinas

Rang(0-10):4
Maquifucuna

Rang(0-10):4
Bahía de Caráquez

Rang(0-10):4
Arrecife de Atacames

Rang(0-10):4
Quebrada Canoa

Rang(0-10):4
Ruinas de Ingapirca

Rang(0-10):4
Saquisilí

Rang(0-10):4
Papallacta

Rang(0-10):4
Machachi

Rang(0-10):4
Isla Española

Rang(0-10):4
Isla Isabela

Rang(0-10):4
Punta Mompiche

Rang(0-10):4
Tena

Rang(0-10):2
Manta

Rang(0-10):2
Chugchilán

Rang(0-10):2
Punta Montañita

Rang(0-10):2
Pujilí

Rang(0-10):2
Río Nanegal

Rang(0-10):2
Alausí

Rang(0-10):2
Laguna Cuicocha

Rang(0-10):2
Pedro Carbo

Rang(0-10):2
Río Súa

Rang(0-10):2
Zaruma

Rang(0-10):2
Isla Baltra

Rang(0-10):2
Puerto Ayora

Rang(0-10):2
Santa Elena

Rang(0-10):2
San José de Chaltura

Rang(0-10):2
Patate

Rang(0-10):2
Ambato

Rang(0-10):2
Huamboya

Rang(0-10):0
Canelos

Rang(0-10):0
Río Coca

Rang(0-10):0
Yasuní

Rang(0-10):0
Isinliví

Rang(0-10):0
Pambamarca

Rang(0-10):0
Quebrada Ingapirca

Rang(0-10):0
San Cristóbal

Rang(0-10):0

Provinzen

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Städte


Quito - die Hauptstadt des Landes, touristisch interessant.
Guayaquil - die größte Stadt des Landes, industriell geprägt.
Cuenca - drittgrößte Stadt Ecuadors, Hauptstadt der Provinz Azuay in den südlichen Anden, UNESCO Weltkulturerbe
Baños - Stadt unterhalb des aktiven Vulkans Tungurahua.
Ambato - Stadt der Blumen. Bekannt für seine Faschingsumzüge.
Latacunga - Provinzhauptstadt von Cotopaxi. Berühmt für das "Mama-Negra-Fest" das im November stattfindet.
Otavalo - Stadt im Norden Quitos. Die Otavalenos sind weltberühmt für ihre Handwerksarbeiten (Textilien)
Bahía de Caraquez - Küstenstadt, die ihren besonderen Charm dadurch bekommt, dass man sie nur mit einer Fähre/ einem kleinen Boot erreichen kann.
Atacames - Küstenort in der Provinz Esmeraldas. Beliebtes Ausflugsziel für Quiteños. Ausgeprägtes Nachtleben.
Puerto López - Küstenort in der Provinz Manabí. Interessant wegen der Ausflüge zur Isla de la Plata und der Walbeobachtungen. Liegt in der Nähe des paradiesischen Strandes Los frailes

Weitere Ziele


Dschungel Lodges in der Nähe von Tena:

Amarongachi Lodge - am Flussufer des Alto Napo gelegen.
Shangrila Lodge - an einem Steilhang 100 m über dem Fluss Anzu gelegen, spektakuläre Aussicht über den Regenwald.
France Amazonia - am Ortsanfang von Misahualli gelegene Guest House Anlage. Sehr schönes Ambiente direkt oberhalb des Rio Napo gelegen. Sehr gut als Ausgangspunkt geeignet für Kanutouren auf dem Fluss, sowie Touren in den Regenwald und zur Entspannung

La ruta de sol Entlang der Küste Ecuadors:

Es gibt eine recht gut ausgebaute Strecke entlang der gesamten Küste Ecuadors. Besonders reizvoll ist dabei die Strecke zwischen Esmeraldas und Salinas.

Sie kann sowohl per Bus und mit dem Mietwagen zurückgelegt werden. Besondere Highlights - für alle die kleine Küstendörfer lieben sind dabei:

Mompiche - kleines Fischerdorf mit nur wenigen Touristen. Traumparadies!
Canoa - ein etwas größeres Fischerdorf, das in den letzten Jahren eine rasante touristische Entwicklung mitgemacht hat. Der weite Strand und die guten Wellen sind einzigartig.

Zugfahrt

von Riobamba zur Nariz del Diablo und zurück - eine Fahrt mit dem Schienenbus (autoferro) mit herrlichem Anden-Panorama. Der Schienenbus fährt drei mal wöchentlich früh morgens ab Riobamba ein Teilstück der alten Strecke bis an die Küste.

Berg- und Vulkan-Touren, z.B. von Baños aus
Inseln

mehrtägige Touren zu den Galapagos-Inseln sind per Schiff oder per Inlandsflug ab Quito und Guayaquil ebenso möglich wie Tagesausflüge zur Isla de la Plata ab Puerto Lopez - im Sommer/Herbst mit der Möglichkeit zur Wal-Beobachtung

Hintergrund


Auf Grund kriegerischer Auseinandersetzungen hat Ecuador große Teile des Amazonasbeckens an Peru verloren. Das Verhältnis zu seinem südlichen Nachbar ist deshalb noch immer gespannt und viele Ecuadorianer sind nicht besonders gut auf Peru zu sprechen. Aus diesem Grund sollte man sich gut überlegen, ob man z.B. die peruanischen Inka-Ruinen überschenglich lobt.
Entspannter ist das Verhältnis zu Kolumbien, trotz bürgerkriegsartiger Zustände dort und gelegentlicher Übergriffe der Guerilla im ecuadorianischen Grenzgebiet.

Flugzeug

Der größte Flughafen Ecuadors ist in der Hauptstadt Quito. Der Flughafen liegt mitten in der Stadt und wird durch einige hohe Bergketten eingeschlossen, so dass ein Anflug auf Quito schon ein Erlebnis sein kann.
Ein weiterer internationaler Flughafen ist in Guayaquil an der Küste. Der Flughafen liegt nördlich der Innenstadt.
Die Flughafenentgelte für Quito beinhalten eine internationale Ausreisesteuer von US $ 40,80. Die Steuer beträgt $ 26 in Guayaquil.
Die Galapagos-Inseln haben zwei Flughäfen, von denen eine auf Baltra und der andere auf San Cristobal ist. Aerogal ist der Name der Fluglinie für die Galapagos-Fliegen.

Es gibt Inlandsflüge zu allen größeren Städten von den Ecuadorianischen Airlines Aerogal, Icaro und Tame. Februar 2009 kostete ein Flug etwa 80USD (one way).


Bus


Der Bus ist DAS Fortbewegungsmittel in Ecuador, die Busse sind in gutem Zustand. Man kommt damit überall hin und es gibt sehr viele Verbindungen. Für längere Strecken von größeren Städten aus kauft man Tickets am Schalter, sonst direkt im Bus. Jede Busgesellschaft hat einen eigenen Schalter an den Busbahnhöfen (manchmal sogar pro Zielort einen Schalter). Die Tickets beinhalten zumeist nummerierte Platzkarten für den jeweiligen Bus. Wer ruhiger sitzen möchte, wählt beim Kauf niemals die vorderen Plätze, weil sich sowohl einheimische Kurzstrecken-Reisende als auch die zahlreichenden fliegenden Händler vor und zwischen diesen Sitzen drängeln - vorne haben die Busse die einzige Tür.
Buspreise: ca. $1.00 für 1 Stunde Fahrt, inkl. Versicherung bei Unfällen.
Aufgrund der vielen schlechten Straßen, zahlreichen Kurven und der Überwindung großer Höhenunterschiede im Bus sollten empfindliche Naturen Reisetabletten mitnehmen. Verzögerungen, z.B. durch Reifenpannen, können bei Busreisen in Ecuador auftreten - Ursache sind ebenfalls die häufig schlechten Straßenverhältnisse.
Es wird empfohlen, nicht nachts mit den Bussen zu fahren, da es schön öfter zu Überfällen, aber auch zu schweren Unfällen, gekommen ist. Es gibt sichere Nachtbusse, bei denen man ein wenig mehr bezahlt, aber dafür sicher reisen soll, Informationen dazu vor Ort. Den Reisepass (Original) bei einer Busreise nicht vergessen, es kann Kontrollen geben. Trotzdem ist man in Ecuador nachts immer einem größeren Risiko ausgesetzt, in Verkerhsunfälle verwickelt zu werden.


Auto


Das Chauffieren eines Autos in Ecuador ist für Reisende kaum empfehlenswert. Zwar gibt es Autovermietungen an den Flughäfen und in den Städten, doch die Verkehrsverhältnisse sind, gelinde gesagt, schwierig. Fast alle Überlandstraßen sind über lange Strecken unasphaltiert und haben enorme Schlaglöcher, die bei unachtsamem Durchfahren ernsthafte Schäden am Fahrzeug verursachen können. Straßenmarkierungen, Leitplanken und ähnliche Sicherheitsmaßnahmen sind kaum verbreitet, so dass die Fahrt bei schlechten Sichtverhältnissen ein ernst zu nehmendes Abenteuer darstellt - besonders in den Anden, wo es neben der Straße durchaus tiefe Abhänge gibt. Zudem neigen die einheimischen Fahrer zu riskanten Überholmanövern auf kurvigen Strecken - Unfälle sind keine Seltenheit.
Für die Fahrt zu kleineren Orten sind Fahrzeuge mit Allradantrieb empfehlenswert, um die dort noch schlechteren Straßenverhältnisse sowie Steigungen und Flussdurchfahrten bewältigen zu können.
Den Risiken des Individualverkehrs stehen die überschaubaren Kosten für Busfahrten, Inlandsflüge oder Taxifahrten gegenüber. Diese Verkehrsmittel stellen normalerweise die entspanntere Form der Fortbewegung dar.
Für erfahrene und versierte Fahrer kann das Auto auf allen einigermaßen befahrbaren Straßen, z.B. in den Anden und im Oriente, allerdings durchaus eine Option darstellen. Voraussetzung für eine sichere Reise mit dem Auto ist eine gute Vorbereitung: neben dem Kauf einer aktuellen Straßenkarte z. B. Ecuador von World Mapping Projekt sollte man sich über die Fahrtzeiten und Straßenverhältnisse der geplanten Route informieren. Dazu bietet sich ein Blick auf die Website von cochera andina an.
Für das Autofahren in Ecuador ist der Führerschein aus dem Heimatland ausreichend, allerdings ist es empfehlenswert, einen internationalen Führerschein mitzunehmen, um eventuelle Missverständnisse bei Polizeikontrollen zu vermeiden.

Zug


Eisenbahnen gibt es in Ecuador nur als Touristenattraktion. Von Riobamba fährt 2x wöchentlich ein Zug nach Alausi. Preis 11USD für 5h bedeindruckende Landschaft. Man sitzt auf den Dächern der Gepäckwagen, wobei man sich für 1USD ein Sitzkissen mieten kann. Entgleisungen der Lok am Steilhang durch lose Schiene sind keine Seltenheit. Das Zugpersonal hat alles griffbereit und den Zug binnen einer Stunde wieder in den Gleisen...

Sprache


Die Amtssprache ist Spanisch, daneben gibt es noch Sprachen der indianischen Bevölkerung, vor allem Kichwa (eine Quechua-Variante).
Es ist von großem Vorteil wenn man Spanisch kann, denn sogar in größeren Orten, an Flughäfen oder in Hotels können die Gesprächspartner häufig kein Englisch. Die Menschen freuen sich sehr, wenn man Spanisch spricht und man kommt schnell ins Gespräch. Aber auch mit wenigen Brocken Spanisch wird einem gerne weiter geholfen.
Siehe auch: Sprachführer Spanisch

Wie fast überall in Lateinamerika sind Englischkenntnisse wenig verbreitet. Verkäufer, Busfahrer, Restaurantangestellte und andere Personen, mit denen man als Reisender normalerweise in Kontakt tritt, haben keine Englischkenntnisse. Selbst in Mittelklassehotels gibt es Verständigungsprobleme. Daher sind Grundkenntnisse in Spanisch notwendig.

Kaufen


Die offizielle Währung in Ecuador ist der US-Dollar. Alle US-amerikanischen Münzen werden akzeptiert.
Das Land prägt eigene Cent-Münzen (1, 5, 10, 25 und 50 Cent), die außerhalb Ecuadors nicht akzeptiert werden. (Die übliche Dollar-Münze mit der Indianerin mit Kind ist keine ecuadorianische Münze, sondern der US-amerikanische Sacajawea-Dollar.) Bargeld am besten in gebrauchten kleinen Scheinen mitnehmen. Neue, bankfrische Scheine stoßen auf allgegenwärtiges Misstrauen, 20-, 50- und 100-Dollar-Scheine werden größtenteils nicht angenommen, Wechselgeld ist meist knapp. Bargeld kann man mit EC- oder Kreditkarte in allen größeren Städten an den Geldautomaten bekommen.

Küche


In Ecuador ist Reis mit Hühnchen (Sierra), bzw. Reis mit Fisch oder Meeresfrüchten (Costa) das am weitesten verbreiteste Gericht. Zudem sind Ecuatorianer Korianderfanatiker (Achtung!), der sämtliche Speisen von der Suppe über den Salat hin zu den traditionellen Speisen wie Ceviche (Meeresfrüchte in Zitronensosse) und Encocado würzt. Das in so gut wie jedem Reiseführer erwähnte Cuy (Meerschweinchen) sollte man, sofern man es denn probieren möchte, in einem spezialisierten Restaurant essen. Es wird normalerweise gegrillt und mit einer Erdnusssoße serviert. Das Fleisch ist sehr fettig und schmeckt eher nach Hühnchen als nach Kaninchen (wie man vermuten könnte). Unbedingt darauf achten, dass der Kopf noch dran ist, um sicher zu gehen, dass man wirklich ein Meerschweinchen serviert bekommt. Im Übrigen sind Zuchtmeerschweinchen im Vergleich zu unseren Haustieren riesig.
Die Auswahl der Früchte ist spektakulär, dementsprechend die Auswahl an der Saftbar. Die frisch gepreßten Säfte werden oft stark gezuckert, also evtl. mit weniger Zucker bestellen. Allerdings kann man vielerorts in kleinen Restaurants abseits der großen Touristenorte nur exotisch anmutende überzuckerte Limonaden (z.B. Erdbeergeschmack), Cola oder Mineralwasser bestellen.
In den großen Städten Ecuadors sind auch die üblichen Restaurants und Schnellimbisse wie McDonalds, KFC, BurgerKing und Pizza Hut zu finden. Besonders exlusiv geht es auch in den Food Courts der Shopping Center zu. Ein beliebter einheimischer Snack sind neben dem bereits erwähnten Ceviche Fritadas, im eigenen Saft geschmorte Schweineteile, die man praktisch überall in kleinen (oder größeren) Fritaderias kaufen kann. Ebenfalls einheimisch sind Ketten wie Gus (ähnelt KFC) oder TropiBurger.
Wer einen nicht zu anfälligen Magen hat, kann sehr billig auf den Märkten essen. Ein almuerzo (Mittagessen) oder eine merienda (Abendessen) ist zwischen 1 - 3 USD zu haben, und beinhaltet Suppe, Hauptgericht und Getränk, manchmal auch einen kleinen Nachtisch.
Niemals Creme-Eis von der Straße kaufen! Lieber Eis in einer heladería kaufen. Neben Pingüino (ecuadorianischer Ableger von Langnese) können auch die Eisläden in der Av. Guaytambos in Ambato (gegenüber d. Colegio Santo Domingo) mit ihrem Frucht- und Mehr-Schichten-Eis empfohlen werden.

Ausgehen


In Quito gibt es das legendäre Party-Viertel El Mariscal, wegen seines hohen Touristenanteils auch Gringolandia genannt (Gringos sind eigentlich nur die Nordamerikaner, aber in diesem Fall sind alle Touristen gemeint). Es gibt im Mariscal viele Bars und Discos und es ist immer was los. Deswegen ist es auch relativ sicher sich dort nachts aufzuhalten. Nur das nötigste Bargeld mitnehmen und nach Hause immer mit dem Taxi fahren. Angst muss man aber auf gar keinen Fall haben. Als Mädchen höchstens vor nervenden Verehrern, die man abwimmeln muss (diese werden aber auch nie über-aufdinglich, sie können super tanzen und werden in der Regel nicht "handgreiflich").

Lernen


In Quito gibt es unzählige Sprachschulen. Es lässt sich schnell was geeignetes finden. Preis: ca. 5 Dollar die Einzelstunde.

Arbeiten


Es werden ständig Freiwillige gesucht. Auf Aushänge im Mariscal oder in einem der unzähligen Internet-Cafes achten. Arbeitein ist mit Touristen-Visum an sich nicht gestattet, dennoch sind Atätigkeiten, zum Beispiel in Lodges in den Nationalparks gegen Kost&Logis üblich.

Sicherheit


Da ein Großteil der Bevölkerung wesentlich ärmer ist als der durchschnittliche Tourist, der Ecuador besucht, ist Kriminalität ein ernstzunehmendes Thema. Taschendiebstähle in Märkten oder den überfüllten öffentlichen Bussen sind an der Tagesordnung. Die oft jugendlichen Täter sind durchaus auch gewaltbereit. Vor allem in den größeren Küstenstädten kommen öfters bewaffnete Überfälle auf ganze Busse vor.
Einige besonders gefährdete Bereiche wurden inzwischen durch die Polizei oder private Initiativen "befriedet", beispielsweise der Malecon (Uferpromenade) in Guayaquil oder der Panecillo (kleiner Hügel im Zentrum von Quito).
Mit gesundem Menschenverstand, Vorsicht und etwas Zurückhaltung kann man aber auch als Alleinreisende(r) durch das ganze Land reisen. Schmuck sollte nicht, wenigstens nicht sichtbar, getragen werden, billige Plastik-Uhren, keine Kameras vor der Brust hängen oder am Handgelenk baumeln lassen, Rucksack im Gedränge vor die Brust nehmen, Bargeld wenn möglich an mehreren Stellen am Körper verteilen (Holster, Brustbeutel, Geldkatze, Socken, Kleingeld in die Hosentasche), ebenso den Pass. Den teuren Rucksack bei Bus-Touren in die landestypischen gewebten Plastik-Säcke stopfen, die man für weniger als einen Dollar auf jedem Markt bekommt - schützt vor Schmutz und Langfingern.
Drogen-Kriminalität wird sehr ernst genommen, also niemals Päckchen oder ähnliches für andere transportieren, auch nicht auf Inlands-Busfahrten. Es könnte sich auch um eine Falle handeln, mit der sich (korrupte) Polizisten an einer der nächsten Polizeikontrollen ein Zubrot verdienen wollen.

Gesund bleiben


Unbedingt das Essen von der Strasse meiden, wenn man einen empfindlichen Magen hat und nie das Wasser aus dem Hahn trinken. Ebenfalls Salate und nicht-desinfiziertes, rohes Gemüse (Parasiten und Bakterien!) meiden. Vorsicht auch bei den Jugos (Säfte), diese sind oft mit nicht abgekochtem Leitungswasser verdünnt. Dann sollte es gutgehen. Trotzdem unbedingt Tabletten gegen Durchfall mitnehmen! Empfehlenswert ist es auch, sich ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel in den Daypack zu stecken, um sich bei Bedarf die Hände säubern zu können - nicht immer sind die sanitären Verhältnisse so vertrauenserweckend wie man es aus Mitteleuropa gewohnt ist.
In den Anden (Quito liegt schon auf ca. 2800 Metern ü.N.N.) machen sich leicht Sympthome der Höhenkrankheit (Atemnot, Kopfschmerzen) bemerkbar, wenn man noch nicht akklimatisiert ist. Ruhig angehen, dem Körper Zeit zum Anpassen geben und viel Trinken. Durch die Höhenlage ist die UV-Strahlung intensiver, so dass man einen ausreichenden Sonnenschutz nicht vergessen sollte.
Im Tiefland (Küste und Oriente) können Moskitos Krankheiten übertragen (Malaria, Gelbfieber). Hier ist ein brauchbarer Schutz (Cremes, Spay, Moskitonetze) vor allem in der Dämmerung und Nachts empfehlenswert.

Klima


Klimatabelle Porto Viejo
Monat JAN FEB MÄR APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ Jahr
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Niederschlag (mm) 84 103 99 58 36 22 2 2 4 2 4 17 434
Ø Tagestemperatur (°C) 25,8 26,0 26,1 26,1 25,5 24,5 23,8 23,8 24,0 24,3 24,4 25,2 24,9

Respekt


Wie fast überall so gilt auch hier - wer die Land und Leuten mit Respekt gegenübertritt, den wird man auch überall respektieren. Vor allem wenn man als Tourist nicht überheblich auftritt und sich bemüht, wenigstens ansatzweise auf Spanisch zu kommunizieren.
Dennoch gilt es, gerade in Taxis, aufzupassen, dass man nicht übers Ohr gehauen wird. Am Besten über den Fahrpreis vor der Fahrt verhandeln; solange der Taxifahrer einschlägt, ist der Preis gerecht. Hat man am Ende dennoch das Gefühl, den Gegenüber zu übervorteilen, kann man lieber ein Trinkgeld geben. In Quito ist es tagsüber für die Taxifahrer Pflicht, das Taximeter zu verwenden. Der Betrag wird am Ende meist aufgerundet.
Die Ecuadorianer sind generell sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. So ist es auch kein Problem, Auskünfte oder Hilfe zu bekommen oder z.B. auf einem der weit verbreiteten privaten Pick-ups mitgenommen zu werden. Durch die Fußballbegeisterung im ganzen Land und die WM in Deutschland findet sich auch ohne Probleme ein Ansatzpunkt für stundenlange Konversationen, zum Beispiel auf Überlandfahrten mit dem Bus.
Korruption ist leider weit verbreitet. Man sollte dennoch vorsichtig sein, Poizisten und Beamte könnten sich angegriffen fühlen, wenn man ohne weiteres davon ausgeht, dass sie "käuflich" sind. Das kann nicht nur viel Ärger bringen, sondern auch den "Preis" in die Höhe treiben. Also bitte nicht von selbst aus aktiv werden sondern warten, bis einem der Gegenüber zu Verstehen gibt, ob und was er erwartet. Vor allem wer der Sprache nicht ausreichend mächtig ist sollte sich nicht auf ein derartiges Minenfeld begeben. Die meisten Situationen lassen sich auch lösen, ohne Geld in die Hand zu nehmen. Und wenn man doch meint, nicht weiter zu kommen, dann ist es meist besser, jemanden um Hilfe und Vermittlung zu bitten und diesem zu sagen, dass man bereit sei, auch etwas zu zahlen.

Stichworte:

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