Indien


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Indien ist das größte Land in Südasien und nach China das bevölkerungsmäßig zweitgrößte Land der Welt. Indien rühmt sich, die größte Demokratie der Welt zu sein (an der Bevölkerungszahl gemessen). Angrenzende Länder sind Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Bangladesch und Myanmar.

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Klima


Im wesentlichen teilt sich das Jahr in Sommer, Winter, und Regenzeit, die regional unterschiedlich ausfallen. In den Sommermonaten April bis Juni ist die Hitze eigentlich nur in den Bergen zu ertragen. Die genaue Ausprägung reicht von der trockenen Brennofenhitze der Wüste Thar im Westen bis hin zur Dampfsauna Bengalens im Osten. Dem Reisenden den das nicht schreckt empfehle ich leichte (Baumwoll-)kleidung und eine Kopfbedeckung. Sonnencreme ist nur nötig, falls längere Fahrten mit Motorrad o.ä. anstehen, in der Regel ist es aber ohnehin zu heiss um sich in der Sonne aufzuhalten.
Von Juli bis August ist Regenzeit (Monsun). Genaugenommen ist dies eine Regenfront, die über dem indischen Ozean entsteht und einmal pro Jahr den Subkontinent überzieht, daher ist der genaue Beginn regional unterschiedlich. Schirm und oder Regenkleidung sind hier empfehlenswert, schützen jedoch unzureichend gegen den ständigen heftigen Regen und die alles durchdringende Nässe.
In den Wintermonaten Dezember bis Februar kann es im Norden nachts empfindlich kühl werden, da die meisten Häuser und Wohnungen nur unzureichend gegen Kälte geschützt sind. In dieser Zeit ist Übergangskleidung angebracht. Schals und Mützen schützen vor dem Fahrtwind auf Rikshafahrten, ein warmer Schlafsack vor der nächtlichen Kälte. Für 200-300 Rs. kann ein Heizstrahler mit dickem Glühdraht (rod heater) erworben werden. Generell ist jedoch der Winter für die meisten Gebiete klimatisch die angenehmste Reisezeit.

Anreise


Reisepass und Visum sind erforderlich für die Einreise, der Reisepass muss mindestens noch für 6 Monate gültig sein.
Visa können bei den indischen Konsulaten in Deutschland per Post bestellt oder direkt abgeholt werden, normalerweise dauert die Ausstellung per Post ca. eine Woche (bei persönlichem Erscheinen in einem der Konsulate kann es am selben Nachmittag abgeholt werden, in dringenden Fällen wird es innerhalb von 2 Stunden ausgestellt). Das wahrscheinlich gängigste Visum ist ein Touristenvisum für 6 Monate und 50 Euro; die längste Visumfrist die ohne Begründung möglich ist, ist ein Einjahresvisum für 80 Euro. Das Visum kann bei Bedarf in Indien verlängert werden, u.U. ist es dafür aber erforderlich zunächst in ein Nachbarland auszureisen. Beachtet, dass das Visum vom Tag der Ausstellung an gültig ist, nicht von dem der Einreise.
Devisen im Wert von über 5000 US$ müssen deklariert werden, um Probleme bei der Ausreise zu vermeiden sollte man auch z.B. teure Kameraausrüstungen deklarieren.

Flugzeug


Der Luftverkehr in und nach Indien wird von der staatlichen Air India beherrscht, die jedoch nicht vorwiegend selber fliegt, sondern Lizenzen zur Nutzung der Flugrechte an andere Linien abgibt. Welche Städte wann angeflogen werden liegt daher auch nicht vollständig im Ermessen der betreffenden Fluggesellschaften: Flüge von Europa werden in der Regel nach Delhi, Bombay, Bangalore oder Kalkutta gehen und zwischen 00.00 und 04.00 nachts dort ankommen - beachte die Hinweise für die Ankunft dort. Flüge direkt nach GOA ; Bangalore...sind ebenfalls möglich, aber teurer da Dehli oder Mumbai angeflogen werden und dort einfach um einen Inlandsflug ergänzt werden.Condor fliegt auch dirket nach Goa (ab 750 euro)

Bahn


Die einzige bestehende Bahnverbindung nach Indien führt von Khajuri in Nepal nach Jaynagar im Bundesstaat Bihar. Diese Linie wird von der nepalesischen Staatsbahn betrieben. Bis 2002 gab es außerdem eine Verbindung mit dem Namen Samjhauta Express von Lahore in Pakistan nach Attari bei Amritsar (Bundesstaat Punjab).

Bus


Eine Busreise ist in Indien immer ein Abenteuer, da man damit rechnen muss, dass es immer Zwischenfälle, wie z.B. mind. ein Platten pro Fahrt gibt. Die Busse im Süden sind grundsätzlich fensterlos (2003), was man bei empfindlichen Ohren unbedingt berücksichtigen muss.

Mobilität


weite Strecken
Als dicht bevölkertes Land ist Indien verkehrsmäßig recht gut erschlossen und hat z.B. das zweitgrößte Eisenbahnnetze der Welt. Die Eisenbahn ist gemäß der komplexen Hierarchie der indischen Gesellschaft prinzipiell in vier Klassen unterteilt, die im Preis weit auseinander gehen, von klimatisierten und gepolsterten Einzelsitzen zum Preis eines Inlandsfluges bis zu vollgestopften Abteilen mit Holzsitzen für wenig mehr als ein leichtes Mittagessen. Empfehlenswert ist in der Regel der Mittelweg: second class sleeper, ein Abteil mit reservierbaren Sitzen, die nachts zu Liegen hochgeklappt werden.
Die Sitze sollten - je nach Reiseziel und Zeit - im voraus reserviert werden, u.U. kann die Wartezeit recht lang werden. Für Ausländer gibt es Platzkontingente, die es ebenfalls Tage im Voraus zu buchen gilt.
Eine Alternative ist die Reise mit dem Bus, zumal auch nicht alle Ziele mit der Bahn erreichbar sind. Auch die Busse gibt es in verschiedenen Preis- und Qualitätsklassen, wegen der allgemein schlechten Qualität der Straßen und der damit verbundenen Abnutzung der Federungen sollte die Busreise allerdings Notfallplan bleiben. Klimatisierte Sleeper-Busse (werden häufig entsprechend des Herstellers als VOLVO A/C angeboten) erleichtert die Strapazen. Vorteil an der Reise mit dem Bus gegenüber einer Bahnreise ist allerdings, dass Tickets meist kurzfristiger und oft ohne sehr lange Wartezeiten erhältlich sind. Es stehen staatliche Busunternehmen und private Busagenturen zur Verfügung. Bei letzteren variieren Preis und Qualität für identische Strecken teilweise erheblich.
Mietautos und -motorräder sind erhältlich, wegen des chaotischen und gefährlichen Straßenverkehrs ist davon aber eher abzuraten. Besonders Mutige sollten an einen internationalen Führerschein denken.
Eine gute Möglichkeit weite Strecke zu bereisen, besteht darin, einen Fahrer mit Fahrzeug zu engagieren. Die Preise gestalten sich dabei unterschiedlich: einerseits werden tägliche Gebühren (ca. 1oo Rs.) zuzüglich Kraftstoff und Maut sowie einer bestimmten Kilometerpauschale (2 Rs./km) verlangt, andererseits kann man in Touristenbüros Reisen oder Tranfers zu Festpreisen buchen. Dies ist mitunter die angenehmste, sicherste und flexibelste Art zu reisen.
lokal
In der Regel stehen Fahrrad- und Auto-Rikschas in verschiedenen lokalen Variationen überall zur Verfügung. (Entgegen westlichen Klischees sind Fahrrad-Rikschas in einigen Teilen Indiens (z. B. Karnataka) aufgrund der großen körperlichen Anstrengung für die Fahrer verboten.) Neuerdings werden Auto-Rikschas zumindest in Delhi und Bangalore mit einem Taxameter ausgerüstet, üblich ist es allerdings eher, den Preis vorher auszuhandeln. Es ist empfehlenswert, sich bei indischen Passanten oder an Kiosken nach einem realistischen Preis zum gewählten Ort zu erkundigen bevor die Verhandlungen beginnen.) In kleineren oder touristisch weniger erschlossenen Orten gibt es oft etwas grössere Auto-Rikschas, die als Sammeltaxis fungieren und etwas billiger sind.
Taxis haben normalerweise Taxameter, je nach Region muss evtl. der doppelte Taxameterpreis, oder ein fester Aufschlag für Steuern bezahlt werden. Viele Taxifahrer werden diese Steuer spontan verdoppeln oder verdreifachen, daher vorher über die Preissituation informieren und Wechselgeld dabei haben.

Sprache


In Indien werden mehr als 1.600 Sprachen gesprochen. Neben den überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch gibt es folgende 21 regionale Amtssprachen: Assamesisch, Bengali, Bodo, Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili, Malayalam, Manipuri, Marathi, Nepali, Oriya, Punjabi, Sanskrit, Santali, Sindhi, Tamil, Telugu und Urdu.
Von den 23 Verfassungssprachen gehören sechzehn der indoarischen, vier der dravidischen (Telugu, Tamil, Kannada und Malayalam), eine der austroasiatischen (Santali) und eine der tibetoburmesischen bzw. sinotibetischen Sprachfamilie (Manipuri) an. Erschwerend wirkt sich der Umstand aus, dass die meisten der Sprachen unterschiedliche Schriftsysteme aufweisen. Während Telugu, Tamil, Kannada, Malayalam, Gujarati, Oriya, Punjabi durch eine jeweils eigene Schrift charakterisiert sind, verwendet man für Hindi, Marathi, Nepali, Konkani und Sanskrit eine Schrift, für Bengali, Assami und Manipuri eine weitere sowie für Urdu, Kaschmiri und Sindhi eine dritte, wobei sich jedes der drei von verschiedenen Sprachen verwendeten Schriftsysteme durch ergänzende, sprachlich bedingte Sonderzeichen weiter unterscheidet. Indien ist damit das Land mit den weltweit meisten Amtssprachen.
Die Versuche der Zentralregierung Hindi als überregionale Verkehrssprache zu etablieren sind nur im Norden erfolgreich. Man kann ungefähr von Goa aus eine Linie über den Kontinent ziehen von der ab südlich die Menschen eher Tamil als Verkehrssprache verwenden. Dies führt dazu, dass Inder aus dem Süden mit Nordindern Englisch sprechen und umgekehrt. Bei offiziellen Anlässen gibt es daher keine Probleme mit Englisch. Der Bildungsstandard ist allerdings vielerorts sehr niedrig; gerade auf dem Land oder in weniger touristisch erschlossenen Städten kann die Kommunikation arge Probleme bereiten. In Geschäften, Restaurants, Rikshas und Taxis gibt es prinzipiell aber keine Probleme da die Englischkenntnisse meist zumindest für grundlegenden sachbezogenen Austausch reichen.


Das Englische wird vielfach innerhalb der jüngeren Bevölkerungsschichten (unter 30) verstanden und auch gesprochen. In den ländlichen Gebieten gilt dies nicht. Es wird auf jeden Fall empfohlen, Grundkenntnisse in Russisch mitzubringen.

Kaufen


Indien bietet eine Fülle wunderschönster Textilien, Kunstgegenstände, Möbel, Schmuck und Unzähliges mehr. Es wird sowohl auf Bazaars als auch in festen Geschäften verkauft. Auf Märkten ist es generell üblich, zu handeln. Für Touristen, die die Preise nicht kennen, ist dies anfangs sicherlich schwierig, zumal Verkäufer Neulinge sofort erkennen und gerne den Preis erhöhen. Wer Zeit und Lust hat, sieht sich am besten bei mehreren Geschäften um und überlegt sich vorher, welchen Preis er maximal zu zahlen bereit ist (der Geübte nennt dann als Anfangsgebot etwa ein Drittel). Für die, die auf Feilschen lieber verzichten, gibt es Geschäfte mit festen Preisen ("Fixed Prices").
Typische Souvenirs werden auch von staatlich betriebenen Geschäften (governmental shops) angeboten, Handeln ist nicht nötig. Die Preise sind dort höher als auf Märkten, die Betrugsgefahr allerdings niedriger.
Viele Stadtrundfahrten enthalten die mehr oder weniger obligatorischen Besuche in Shops, die "very cheap and best quality" Waren anbieten - man kann davon ausgehen, dass man die Provision für den Stadtführer oder das Busunternehmen mitbezahlt.
Wer größere Ausgaben tätigen möchte, z. B. für Kunstgegenstände, hochwertige Textilien o.ä., sollte ein gewisses Wissen über das Gewünschte mitbringen, um die Qualität selbst beurteilen zu können. Auf die Beschwörungen der Verkäufer sollte man sich nicht verlassen.

Küche


Es gibt Restaurants in verschiedenen Preisklassen, indisches Essen ist aber in allen Klassen meist sehr gut und selbst teure Restaurants sind nach deutschen Maßstäben billig. „Vegetarian Restaurant“ bedeutet (offensichtlich) dass kein Fleisch verkauft wird, „Pure Vegetarian“ schliesst auch Eier aus, manchmal auch Zwiebeln und Knoblauch. Mughal cuisine beinhaltet normalerweise auch Fleisch. Fleisch sollte nur in sehr guten, vertrauenswürdigen Restaurants gegessen werden, da die hierfür notwendige höhere Hygiene nicht in allen Etablissements gewährleistet ist. Mughal ist allerdings auf den Norden beschränkt. Im Süden ist man konservativer das Fleisch betreffend: Restaurants die Fleisch servieren müssen es hier zumindestens in einer eigenen Küche kochen, in der Regel wird es auch in einem eigenen Speisesaal serviert.
Ausländisches (d.h. europäisches oder chinesisches) Essen ist in vielen Restaurants erhältlich, reicht in Qualität allerdings in der Regel nicht an das heran was man gewohnt ist. Indische Küche ist sehr vielseitig und es lohnt sich in dieser Hinsicht offen zu sein. Bei Beachtung der genannten Vorsichtsmassnahmen bezüglich des Essens kann prinzipiell alles bedenkenlos gegessen werden. Auf spezielle Anfrage können die meisten Restaurants die Speisen auch weniger scharf („not spicy“) zubereiten.
In Indien ist ausgehen gar nicht so einfach. Es gibt ein paar gute Bars in denen sich die Jugend trifft.
Möchte man tanzen gehen, sollte man sich bei den Luxushotels umschauen. Die haben oftmals Diskos mit dabei und die sind sogar richtig gut! Allerdings ziemlich teuer. Aber es lohnt sich. Wenn die Inder feiern und tanzen ist das eine völlig andere Stimmung als hier bei uns!

Feiertage


Feiertage und Feste
Als Nationalfeiertage werden der Republic Day (Tag der Republik) am 26. Januar, dem Tag des Inkrafttretens der Verfassung im Jahre 1950, und der Independence Day (Tag der Unabhängigkeit) am 15. August, der an das Ende der britischen Kolonialherrschaft 1947 erinnert, begangen. Letzterer wird jedoch nicht so aufwändig zelebriert wie der Tag der Republik, an dem in Delhi eine große Parade stattfindet, die vom Staatspräsidenten abgenommen wird. Auch der Geburtstag des Führers der Unabhängigkeitsbewegung Mohandas Karamchand („Mahatma“) Gandhi am 2. Oktober sowie mehrere religiöse Feste sind landesweite gesetzliche Feiertage. Religiöse Festtage nehmen in Indien einen außerordentlich hohen Stellenwert ein. Zu den wichtigsten hinduistischen Feierlichkeiten gehören das Lichterfest Diwali, Dussehra (der Tag des Sieges von Rama über den Dämonen Ravana), die Frühlingsfeste Holi und Vasant Panchami, Ganesh-Chaturthi zu Ehren Ganeshas, Raksha Bandhan (Fest der „Schützenden Verbindung“ zwischen Geschwistern) sowie viele weitere Pujas zu Ehren einzelner Gottheiten. Muslime feiern etwa das Opferfest (Id al-Adha) zum Höhepunkt der Pilgerfahrt (Haddsch) nach Mekka und Id al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Der wichtigste Feiertag der Sikhs, Buddhisten und Jainas ist der Geburtstag ihres jeweiligen Glaubensstifters (Guru Nanak bzw. Buddha bzw. Mahavira). Christen feiern vor allem Ostern und Weihnachten.
Daneben existiert eine unüberschaubare Vielzahl regionaler Feste. In der Erntezeit feiert man in ländlichen Gegenden Erntedankfeste wie das tamilische Pongal oder Lohri im Punjab, während die Menschen in anderen Landesteilen am selben Tag Makar Sankranti feiern .

Sicherheit


Zwischen dem 26. und 29. November 2008 forderten terroristische Angriffe u.a. auf mehrere Hotels und Restaurants in Mumbai über 180 Todesopfer sowie rd. 300 Verletzte. Die Terroranschläge richteten sich erstmals gezielt auch gegen Ausländer.
Indien war schon wiederholt Ziel terroristischer Anschläge. Ort und Zeitpunkt sind nicht vorauszusagen, Anschläge können überall stattfinden.


Sicherstes Verkehrsmittel ist die Bahn, von langen Reisen auf der Straße ist abzusehen - Indien hat jährlich über 100.000 Verkehrstote. Die Straßen sind in schlechten Zustand und das fahrerische Können vieler Inder auf niedrigstem Niveau. Zudem sind sehr viele Fahrzeuge kaum noch fahrtauglich. Verkehrsvergehen werden meist mit Bestechung abgegolten.
Bei Festivitäten wird oft Alkohol getrunken, was die Aggressivität vieler Teilnehmer noch erhöht.
Raubüberfälle sind, selbst in Hotelzimmern, nichts außergewöhnliches. Vergewaltigungen von Touristinnen und sogenannte "Gangrapes" kommen gerade in Feriengebieten wie Goa häufig vor, teilweise in Verbindung mit K.O.-Tropfen, wobei die Täter auch vor minderjährigen Mädchen nicht zurückschrecken.

Gesund bleiben


Leitungswasser, ungeschältes Obst, frisch gepresste Fruchtsäfte und rohes Gemüse (Salat) sowie Speiseeis und Eiswürfel sollten vermieden werden. Gefiltertes Wasser, das in Hotelzimmern in Krügen oder Flaschen bereitgestellt wird, kann getrunken werden. Die Filter werden allerdings nicht immer ordnungsgemäss gewartet und können daher auch defekt sein. Wer also kein Risiko eingehen will, sollte immer versiegeltes Wasser (mineral water) bestellen und auf die Originalversiegelung achten.
Moskitos sind nicht nur lästig sondern auch Überträger von Krankheiten wie Malaria und Dengue Fieber. Schutz gegen Mücken ist daher sehr wichtig. Indische Moskitos stören sich jedoch nicht an westlichen Mückenabwehrmitteln, empfehlenswert ist es daher eher vor Ort Moskitoabwehrmittel (moskito repellent) zu kaufen (z.B. Odomos). Ein Moskitonetz schützt vor Mückenstichen während des Schlafs, sollte aber sicherheitshalber von zu Hause mitgebracht werden und ist in Indien nicht einfach erhältlich. Man sollte bei europäischen Netzen allerdings darauf achten dass die Maschen nicht so fein sind, dass sie die Ventilatorluft abhalten. Eine gute Alternative ist ein Moskitoabwehrstecker für die Steckdose (z.B. AllOut), in Apotheken und General Stores erhältlich.
Bei der Einreise aus Europa oder Nordamerika gibt es keine Pflichtimpfungen. Ratsam ist es in jedem Fall darauf zu achten dass der Standardimpfschutz (Polio, Diphterie, Tetanus) noch besteht. Ausserdem ist eine Hepatitis A/B Impfung empfehlenswert. Hierzu gibt es eine Kombiimpfung die jedoch nach 3 Monaten aufgefrischt werden muss um wirksam zu werden. Bei längerem Aufenthalt ist eine Typhusimpfung ratsam, falls viel Kontakt zu Tieren bestehen wird sollte über eine Tollwutimpfung nachgedacht werden.
Malariaprophylaxe kann je nach Reisegebiet notwendig werden. Diesbezüglich und zu den Impfungen ist es ratsam das jeweilige Landesgesundheitsamt (keinen praktischen Arzt!) in Deutschland zu konsultieren.
Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfungen findet man auf Tropeninstitut.de.
Insektenschutzmittel (s.o.) kann vor Ort gekauft werden. Medikamente gegen Durchfall (z.B. Imodium) und Erbrechen (z.B. Vomex) sowie spezielle Arznei sollten sicherheitshalber mitgeführt werden. Asthmatiker sollten sich auf starke Luftverschmutzung in Großstädten einstellen.

Respekt


Die rechte Hand wird zum Essen benutzt, die linke für die Toilette. Aufgrunddessen sollte man generell darauf achten, die rechte Hand zu benutzen, um Dinge zu übergeben oder entgegenzunehmen. Gegessen wird traditionell mit der Hand, Besteck ist aber erhältlich. In Tempeln und Moscheen darf weder geraucht, noch dürfen Schuhe getragen werden. In Tempeln gilt es ausserdem als Beleidigung, sich mit dem Rücken zur Gottheit zu stellen oder zu setzen.
Die Füsse gelten als unreiner Körperteil, daher gilt es als Beleidigung, jemanden mit den Füssen zu berühren oder mit den Fusssohlen auf jemanden zu zeigen. In der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten auszutauschen ist absolut tabu. Die westliche Kultur ist in Indien bekannt, dennoch sollte man sich dezent kleiden. Auf kurze Hosen, schulterfreie oder tief ausgeschnittene Oberteile sowie kurze Röcke sollte verzichtet werden. Für Räume mit Klimaanlage sollte man einen dünnen Pullover mitnehmen.
Inder sind sehr gesellig und kontaktfreudig. Normalerweise reicht es aus sich fünf Minuten an einem belebten Ort (d. h. einem beliebigen Ort in Indien) aufzuhalten, um mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Das kann unter Umständen stören, da kein Signal dafür, dass eine Unterhaltung unerwünscht ist, zur Kenntnis genommen wird. Es hilft, sich in solchen Situationen vor Augen zu halten, dass die Menschen an unkomplizierteren gesellschaftlichen Umgang gewohnt sind und daher solche Signale normalerweise nicht einordnen oder verstehen.

Kommunizieren


Telefon
Die Länder-Vorwahl für Indien ist 91. Überall in Indien, selbst in den kleinsten Dörfern, gibt es private Telefon-Zellen für lokale (STD), nationale (PCO) oder internationale (ISD) Gespräche. Die angegebenen Abkürzungen sind auf grossen Schildern an der Straße entsprechend angebracht. Der Tarif für ein Gespräch nach Europa betrug Frühjahr 2004 nach 20 Uhr 10 Rs/min.
Bei einem längeren Aufenthalt lohnt sich evtl. der Kauf einer Prepaid-Karte fürs Handy (zB Idea ChitChat). Für ca. 500 Rs. bei der Einrichtung bekommt man eine Karte mit 300 Rs. die über Handyläden aufgeladen werden kann. Je mehr Geld man bei einem Aufladevorgang investiert umso mehr Guthaben bekommt man gutgeschrieben. Eine Gesprächsminute nach Deutschland kostete 2007 mit dem Handy etwa 0,15 bis 0,20 Euro, abhängig davon wie effektiv man vorher sein Guthaben aufgeladen hat. Bei der Auswahl des Netzanbieters ist zu beachten, dass dieser in allen Bundesstaaten verfügbar ist, ansonsten fallen Roaminggebühren an welche meist höher sind als die eigentlichen Gesprächsminuten. Zudem ist zu beachten, dass es in Indien ein Gesetz (stand 2007) gibt, wonach nur Personen welche in Indien Registriert sind, also Inder oder Ausländer mit Registrierung (geht nicht mit einem Touristenvisa) eine Simkarte freischalten lassen können. Man kann die gekaufte Simkarte trotzdem freischalten lassen, aber es kann sein, dass sie wieder gesperrt wird.
Post
Briefe abschicken: Aerogramme und Postkarten kosten 8,5 Rs, Luftpostbriefe kosten 15 Rs. Beim aufgeben der Briefe darauf achten, dass die Briefmarken abgestempelt werden, sonst Diebstahl der Briefmarken.
Briefe empfangen: Briefe nach Indien sollten wie folgt adressiert sein:
To Mr. TEST Theo, Poste Restante, GPO, city name, state name, INDIA.
Poste Restante Briefe werden ca. 1 Monat aufbewahrt, danach zurück an den Absender geschickt (nicht immer).
Internet
Die Dichte an Internetcafes ist extrem hoch, normalerweise gibt es auch in kleineren Örtchen irgendwo ein Geschäft mit einem Modem. Der Preis für die Nutzung beträgt in der Regel ca. 15 Rs./Stunde. In vielen dieser Cafes können auch CDs gebrannt werden. Es ist angebracht in Internetcafes ohne Notstromversorgung umfangreiche eMails erst offline zu schreiben und sie auf der Festplatte oder eigenem USB-stick hin und wieder zwischen zu speichern und den Text am Ende in die mail zu kopiere, denn Stromausfälle sind häufig und es ist ärgerlich die ganze mail nochmal schreiben zu müssen.

Stromnetz


Die Stromversorgung in Indien ist mit 220-240 Volt und 50 Hz in etwa identisch mit der deutschen. Die indischen Steckdosen haben drei dicke Stifte von denen einer die Erdung darstellt, Hotels und gemietete Zimmer haben allerdings oft universale Steckdosen in die auch europäische oder amerikanische Stecker passen, Schutzkontaktstecker haben dann allerdings keinen Erdungskontakt. Es gibt relativ häufig Stromausfälle, daher empfiehlt es sich vor Ort Kerzen zu kaufen. Laptops oder andere empfindliche elektronische Geräte sollten nicht direkt am Netz betrieben werden, da bei Stromausfällen Spannungsspitzen auftreten können, die elektronische Geräte beschädigen könnten. Ein spezielles Gerät zum Schutz vor Spannungsspitzen (Spike Buster/Surge Protector) kann vor Ort in Elektronikläden für 300 Rs. erstanden werden. Dieses Gerät hat auch Universalsteckdosen, so dass der Kauf von Adaptern überflüssig wird. USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die im Fall eines Stromausfalls für einige Zeit weiter Energie liefern kann ebenfalls gekauft werden.

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