Indonesien


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Indonesien ist ein über unzählige Inseln verteiltes Land in Südostasien.

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Städte


Jakarta - Hauptstadt
Bandung - das "Paris" Südostasiens , angenehmes Klima
Bogor - bekannter Botanischer Garten
Surabaja - Hafenstadt in Ostjava (sehr heiss wegen Insel Madura)
Yogyakarta - Sultanssitz in Zentraljava
Pelabuhan Ratu - beliebtes Ausflugsziel im Süden der Insel Java am Indischen Ozean
Manado - im christlichen Norden der Insel Sulawesi

Weitere Ziele


Bali ist zwar das Hauptziel, aber man sollte sich mal die Mühe machen, z.B. von Bandung nach Cirebon oder an die Südküste zu fahren, dort ist das eigentliche Indonesien. Allein eine Tour von Jakarta nach Bandung über den Puncak Pass ist schon sehr interessant!

Klima


Äquatorial bedingt herrscht in Indonesien tropisch feuchtes Klima! In den Haupstädten beträgt die Temperatur auch nachts meistens noch 25 Grad Celsius! Für Ausländer sind die höheren Lagen günstig und angenehm, was auch die Niederländer in der Kolonialzeit schon bevorzugten! Bandung ist sehr angenehm (ca. 800 m), dort z.B. Lembang und auch der Puncak Pass, der auf dem Weg von
Jakarta nach Bandung liegt, hat ein kühles Klima vor allem nachts! In der Regenzeit (ca. von Oktober bis April) hat man teilweise mit tagelangem Niederschlag zu rechnen.
Also aufpassen zu welcher Jahreszeit man seine Reise nach Indonesien bucht! An den Küsten ist es das ganze Jahr über feucht schwül, die Nächte bieten keine Abkühlung. Klimatisierte Unterkünfte sind ein Muss!

Anreise


Deutsche Staatsangehörige benötigen seit 01. Februar 2004 ein Visum zur Einreise nach Indonesien. Das Visum wird bei der Einreise erteilt und kostet $US 25 für einen Aufenthalt von bis zu dreißig Tagen, zahlbar in $US. Ein siebentägiger Aufenthalt kostet $US 10. Euro können getauscht werden. Die Ausgabe des Rückgeldes erfolgt in indonesischen Rupiah. Die Zahlung mit Visa- und Mastercard ist möglich. Das Auswärtige Amt rät, aus praktischen Gründen den Betrag bei der Einreise passend in $US zur Verfügung zu haben. Eine Verlängerung des Visums über 30 Tage hinaus ist nicht möglich. Ist ein längerer Aufenthalt geplant, muss das Visum vor der Einreise beantragt werden. Das Visum wird erteilt für Touristen- und Geschäftsreisen. Es muss teilweise mit erheblichen Wartezeiten bei der Einreise gerechnet werden.

Flugzeug


Es gibt täglich Flugverbindungen aus Europa. Die Entfernung beträgt ca. 12.000 km, die Flugzeit ungefähr 16 bis 17 Stunden.

Schiff


Früher gab es einige Kabinen für Gäste auf Frachtschiffen der Hapag-Lloyd. Ob es noch immer möglich ist, muss man neu überprüfen.

Mobilität


Die Bahn ist schneller und komfortabler, aber auch wesentlich teurer als Busse. Es gibt z.B. im Nachtzug Jakarta - Surabaya in der 1.Klasse Liegesitze, Klimaanlage und Verpflegung. Der Zug braucht für die ca. 700km gut 10 Stunden.
Es ist möglich, sich ein Auto zu mieten. Hierfür sollte man aber einen internationalen Führerschein besitzen und die Sprache wenigstens rudimentär beherrschen, denn wenn es zu einem Unfall kommt, steht man als Ausländer grundsätzlich erst mal nicht gut da. Gleiches gilt für Mopeds. Diese werden besonders gern auch mal kontrolliert. Besser ist es, einen Wagen mit Fahrer zu mieten - für unsere Verhältnisse immer noch billig, 1999 waren es auf Bali ca. 10 DM für einen Tag. Damit ist man auf der sicheren Seite, außerdem findet man sofort alles und die Fahrer erzählen einem auch gerne noch was über die Route und die Inseln.
Mit dem Bus hingegen kann man alles erleben, von Anschiebehilfe am Berg bis 1 Tag Nothalt wegen Defekt!
Überland- und Übernachtbusse sind im allgemeinen ganz ok, europäische Aufteilung (2-2) und fahrtüchtig. Linienbusse sind da gewöhnungsbedürftiger, da kleine Sitze, asiatische Aufteilung (2-3 oder sogar 3-3), abenteuerlicher Zustand und wenn Gepäck nicht auf den Schoß soll, kostet das extra. Gerne werden einem gegen Aufpreis auch '1.Klasse-Busse' angepriesen - im Endeffekt gibt es aber doch nur einen Bus und alle fahren mit den hoch angepriesenen Liegesitzen (normale Sitze, deren Lehnen man verstellen kann).
Abfahrtszeiten sind 'Richtzeiten' - besser 15-30 min eher da sein, aber auch keine Panik bekommen, wenn 20 min nach planmäßiger Abfahrtszeit noch kein Bus in Sicht ist... irgendwann kommt immer einer. Als Richtlinie kann man ca. 20 km/h ansetzen, um Fahrtzeiten über Land einzuschätzen. Bei Zwischenstopps auf das Gepäck aufpassen!
Minibusse verkehren vor allem zu kleineren Zielen, wie z.B. Vulkanen und kleineren Dörfern. Sie sind meist mit doppelter Bankanzahl (vgl. zu Europa) ausgestattet und die Indonesier bekommen in einen Minivan locker 30 Leute rein. Touristen werden aber immer im Bus befördert, Gepäck auf dem Dach, die Schulkinder am Fenster hängend, auf dem Dach, an die Leiter geklammert etc...
Oplet. Dies ist ein Abenteuer (entweder kommt man an oder nicht).
Ein Oplet ist aber ideal wenn man z.B. in einer groesseren Stadt vom Bahnhof in einen Vorort oder durch die Stadt muss.
In Bandung kommt man z.B. nach Lembang (wo kein Becak mehr hinfaehrt) oder zum Dago Teehaus.
Becak. Dies ist eine Fahrradrikscha. Der Fahrer sitzt hinten. Der Preis muss verhandelt werden.
Suburban. Dies ist eine Verbindung zwischen den großen Städten (Bandung-Jakarta, Bandung-Cirebon).

Sprache


Bahasa Indonesia
Kurzdictionary
terima kasih - Danke (mit Zusatz banyak-banyak Vielen,vielen Dank)
tidak - Nein
Ya - Ja
berapa - eigentlich "wieviel" und wird als Frage "was kostet es" verwendet
selamat pagi - Guten Morgen
selamat datang - Herzlich Willkommen
selamat malam - Guten Abend
selamat soré - Guten Nachmittag
selamat siang - Guten Tag
selamat makan - guten Appetit
selamat tinggal - Aufwiedersehen ("Ein gutes Bleiben", sagt der der geht)
selamat jalan - Aufwiedersehen ("Einen guten Weg", sagt der der bleibt)
sampai jumpa nanti - Bis später
sampai jumpa besok - Bis Morgen


Verdopplung des Wortes ist fast immer Mehrzahl
anak - Kind
anak-anak - Kinder


Dialekte der Regionen und Inseln

Ein guter Sprachführer, mit dem man sich nach ein paar Tagen problemlos verständigen und vieles lesen kann, ist der 'Kauderwelsch - Indonesisch Wort für Wort', ISBN 3894160047

Das Englische wird vielfach innerhalb der jüngeren Bevölkerungsschichten (unter 30) verstanden und auch gesprochen. In den ländlichen Gebieten gilt dies nicht. Es wird auf jeden Fall empfohlen, Grundkenntnisse in Russisch mitzubringen.

Kaufen


Auf Java ist alles, zumindest für unsere Verhältnisse, extrem billig. Jedoch hat man z.B. Mühe, Kleider in seiner Größe zu finden, da die Asiaten doch kleiner und schmaler als wir Europäer sind. In dem Künstlerstädtchen Ubud (auf Bali) gibt es jede Menge Möglichkeiten zum Shoppen. Da wird der Geldbeutel schnell leichter. Bali ist etwas teurer als Java, aber trotzdem noch billig. Es gibt viele schöne Handwerksarbeit und auch Bilder, bei angeblichen Antiquitäten sollte man aber schon mehr Erfahrung haben!
Besonders auf Java muss man stets auf Rikscha-Fahrer achten, die einem häufig folgen. Diese geben dann in Geschäften oder Hotels an, dass sie den Kunden vermittelt hätten und bekommen Provisionen von den Händlern, die auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden.
In Yogyakarta werden gerne Batikbilder in minderer Qualität (nicht UV-resistent, wasserfest,...) verkauft, daher sollte man hier immer auf den 'Wassertest' bestehen, bei dem das ausgesuchte Bild mit einem tropfnassen Tuch abgerieben wird. Bei echter Batik passiert hierbei nichts. Generell ist Vorsicht bei den Begriffen "Batik", "Art" und "Exhibition" geboten, die häufig nur dazu dienen Touristen Massenware zuverkaufen.
Preise sind grundsätzlich an den Dollar gekoppelt, so dass die aktuelle Preisgestaltung häufig von den Angaben in Reiseführern abweicht.

Küche


Indonesiens Küche gehört nicht unbedingt zu "Asia's Top Class" und ums Nasi Goreng kommt der Traveller eh' nicht rum. Auf keinen Fall sollte der Besucher das Sate (Hühnerfleisch mit Erdnusssauce) verpassen. Die vielen Angebote sind kaum zu verfehlen.

Sate gibt es mit verschiedenen Fleischsorten
Sate Ayam - Huhn
Sate Daging - Rind
Sate Kambing - Lamm oder Ziege
Sate Babi - Schwein


Kerupuk (das e wird verschluckt also krupuk gesprochen, früher auch kroepuk , "oe" ist aus dem Holländischen und wird als "u" gesprochen)
Chips aus Reis oder Krabbenmehl


Süßes
Pisang goreng - gebratene Bananen


Allgemein
Beras - Reis roh
Nasi - gekochter Reis
Nasi Goreng - gekochter Reis anschliessend gebraten
Bami Goreng oder Mie Goreng - gebratene Nudeln
rokok kretek - Zigaretten mit Gewürznelken


Wer sich etwas auf die Suche begibt, findet die sogenannte kolak. Eigentlich ein Getränk mit Kokosmilch, Palmzucker und Bananenstücken. Für den speziellen Geschmack ist das ganze bereits etwas vergoren (schmeckt zumindest so).
Sehr gut schmecken auch die frisch gepressten Fruchtsäfte aus Mangga (Mango), Nanas (Ananas), Sirsak (eine Anonenart), Nangka (Jackfruit), Alpukat (Avocado - schmeckt aber süss - wird oft mit Schokosirup gereicht). Wenn Sie Getränke ohne Eis bestellen: tanpa es.
Häufig bekommt man auch Mie bakso. Das sind Nudeln mit Rindfleischbällchen. Die Bällchen gibts auch aus Fisch (ikan). Wer Tofu (Tahu) mag kann auch mal Gado-Gado probieren, eine Art Salat mit Tofu und Erdnuss Sauce.
Ziemlich risikofrei lässt es sich in den Einkaufszentren der Großstädte essen. Ansonsten kann man auch einen Warung (kleines indonesisches Restaurant) oder die Stände eines Nachtmarktes (pasar malam) - natürlich abends - besuchen. Wer gerne einen der Straßenstände probieren will, sollte sich an gekochtes, gebratenes oder gegrilltes Essen halten.
Wer direkt am Meer ist, sollte auch unbedingt frischen Fisch (ikan), Shrimps/Garnelen (udang), Tintenfisch (cumi-cumi) probieren. Ausserhalb der Touristenzonen kann man dort, wo der frische Fang gelöscht und verkauft wird, sich oft einen Fisch aussuchen und direkt zubereiten lassen. Falls vorhanden, dazu einmal Kangkung (eine Art Wasserspinat) probieren. Ach ja: und Chili heisst cabe und wenig sedikit.

Lernen


Deutsche Internationale Schule Jakarta
Deutsche Schule Bandung
Goethe Institut
Universitäten

Feiertage


Die indonesiche Regierung hat die offiziellen Feiertage für das Jahr 2008 bekanntgegeben. Demnach werden zwei religiöse Feiertage von einem Donnerstag auf den darauffolgenden Freitag verschoben. Insgesamt gibt es 13 nationale Feiertage und vier offizielle Urlaubstage:

Sicherheit


Man sollte überall vorsichtig sein. Vor allen Dingen sollte man nicht provozieren oder angeben. Das fordert meistens eine Aktion heraus. Also nicht die teure Uhr am Arm aus dem Autofenster oder Becak zeigen!
Bei Problemen kann man sich an die Vertretungen wenden:

Deutsche Botschaft Jakarta: Jalan M.H. Thamrin 1, 10310 Jakarta; Tel.: +62-21-398 55 000 - Der Bereitschaftsdienst für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten ist unter der Nummer +62-811-152526 zu erreichen.

Außerdem gibt es Konsulate in:

Medan (Sumatra): Jalan Samanhudi 16, Medan 20152; Tel.: +62-61-4568006
Sanur (Bali): Jalan Pantai Karang 17, Batujimbar-Sanur/Bali.; Tel.: +62-361-288535
Surabaja - (Java): Jalan Dr. Wahidin 27, Surabaya 60264; Tel.: +62-31-5631871

Gesund bleiben


Für eine Reise nach Java und Bali ist eine Hepatitis A + B Impfung empfohlen. Des weiteren sind auch mögliche Auffrischungen für Polio und Typhus notwendig. Da es in vielen Gebieten noch sumpfig ist (auch in Jakarta!!), sollte man an Malariaprophylaxe denken!
Mit Wasser sollte man sehr vorsichtig sein, nur abgekocht trinken und auch zum Zähneputzen nur abgekochtes Wasser nehmen! Ein Universalmittel ist Kaliumpermanganat, das in Kristallform in jeder Apotheke oder Drogerie erhältlich ist. Damit kann man auch normales Leitungswasser zum Zähneputzen nehmen. Auch lassen sich damit Früchte, die man waschen muss, desinfizieren! Bitte auch Eiswürfel nur mit abgekochtem Wasser herstellen. Vorsicht bei Eis aus Ständen an der Straße, hier wird normales Wasser verwendet!
Die einfachste Lösung ist meist, versiegeltes Wasser in Plastik-Flaschen zu kaufen - von namhaften Herstellern! Die Kosten pro 1,5l-Flasche liegen im Supermarkt bei 3000-5000 IRP.
Eine gute und kompakte Reiseapotheke sollte nicht fehlen, vor allem auch wirksame Durchfallmittel. Kohletabletten sind bei Durchfall nicht ratsam, man sollte sie nur bei Vergiftungen benutzen. Statt einer Malaria-Prophylaxe kann auch z.B. Lariam als Notfallmedikation mitgenommen werden. Insgesamt sollte man aber möglichst immer lange Kleidung tragen und Insekten-Abwehr-Mittel sowie Moskitonetze nutzen, so können Insektenstiche großenteils vermieden werden.
Vorsicht ist auch vor dem Dengue Fieber geboten, Infektionen auf Java haben stark zugenommen. Die gestreiften Mosquitos können den Virus übertragen, sie sind besonders am Tage aktiv.
Die Auswahl des Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten entsprechend dem Reiseprofil (Dauer, Ort und Zeit) unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Respekt


Da die indonesische Bevölkerung einiges mit den Kolonialmächten mitgemacht hat, sollte man mit überheblichen Phrasen und Handlungen vorsichtig sein! Besonders die älteren Indonesier kennen diese Zeit noch zu gut! Hinsichtlich Religionen waren die Indonesier immer ziemlich tolerant, man weiß aber nicht, wie die Rückkehr zu den alten Gesetzen des Islams seit 1990 hier gewirkt hat.
Kurz: Man kommt gut mit den Menschen aus, wenn man offen, aber nicht arrogant ist!

Baden:
In den muslimischen Gebieten Indonesiens (also außerhalb Balis) sollte man sich beim Baden der Kleidung der Mitbadenden anpassen. Viele gehen mit nromaler Kleidung baden. Wer einen Bikini trägt, wird in manchen Gegenden etwas schief angeschaut, doch gibt es in der Regel keine Probleme. Sich den Gepflogenheiten der Bevölkerung anzupassen und einen Badeanzug zu tragen, ist nie falsch.

Kommunizieren


Man kommt gut mit Englisch weiter, zumindest in den größeren Städten. Dadurch, dass erst seit ein paar Jahren Englischunterricht als Pflichtfach an den staatlichen Schulen existiert, ist es sehr schwer sich mit einfachen Menschen auf englisch zu unterhalten.
Es erweckt den Anschein, dass die Indonesier Englisch sprechen können. Überall wird man auf der Strasse mit "Hello Mister!" und "How are u?" begrüsst, ein Conversation auf Englisch fällt dann meistens sehr schwer. Auf jedenfall lohnt es sich trotzdem immer auf die Leute zuzugehen, man lernt so Land und Leute gut kennen (immer ein Abenteuer).
Indonesisch ist zumindehst in den Grundzügen eine sehr einfache Sprache. Es lohnt sich, vor der Reise einige Wörter und Sätze zu lernen. Indonesier zeigen sich sehr erfreut, wenn man auch nur ein paar Brocken ihrer Sprache beherrscht. Dass sich daraus die eine oder andere interessante Situation ergibt, ist naheliegend. (siehe Sprache)

Stichworte:

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