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World Map and Country Information. Inequality and Ethnic Fractionalization

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Trägt kulturelle und ethnische Vielfalt zu einer Steigerung des Wohlstands bei oder ist es eher ein Entwicklungshemmnis? Spaltet es gar die Gesellschaft und trägt zu Ungleichheit bei? Diese Frage wird kontrovers diskutiert, ist aber mehr ideologisch motiviert als nachvollziehbar.
Vielfalt und Entwicklung scheinen irgendwie miteinander verbunden zu sein. In einer UNDP-Pressemitteilung heißt es unmissverständlich: "Es gibt keine Beweise dafür, dass kulturelle Vielfalt die Entwicklung bremst". Einige der reichsten und friedlichsten Länder der Welt sind historisch multiethnisch, wie die Schweiz, Kanada und Belgien. Und die meisten der reichsten Länder der Welt sind jetzt das Ziel von Einwanderern aus der ganzen Welt, was Amerika, Großbritannien und andere reiche Nationen sehr unterschiedlich macht.
Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass ethnische Vielfalt Kosten verursacht. In einem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel "The Size of Nations" zeigen zwei Ökonomen, dass die Finanzierung der ethnischen Vielfalt teuer ist, weil die Regierungen mit den Anforderungen von Gruppen umgehen müssen, die um knappe Ressourcen konkurrieren. In den Vereinigten Staaten hat eine Studie gezeigt, dass Menschen bereit sind, mehr für Dienstleistungen wie Bildung zu zahlen, wenn sie mit ihresgleichen leben können.
In der Zusammenstellung auf dieser Seite können die Zusammenhänge verglichen werden. Dabei zeigen sich je nach Parameter zumindest eine schwache Korrelation zwischen Ungleichheit innerhalb eines Landes und ethnischer Vielfalt. Ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht und das eine das andere bedingt, ist dagegen fraglich. Eine große Unsicherheit besteht darin, Parameter und Definitionen zur Messung der Ungleichheit bzw. Diversität auszuwählen.