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Weltreise

Weltreise: Eine Weltreise ist lustig – eine Weltreise ist schön

Das Aussteigertum ist in Deutschland weit verbreitet. Man sieht sie im Fernsehen, im Internet, man trifft sie aber auch irgendwie irgendwo: Die Welt zu sehen hat etwas Romantisches und Verklärtes. Die meisten allerdings setzen es nicht in die Tat um. Am Ende ist der Wunsch Vater des Gedankens. Andere wiederum verlassen Deutschland mit dem Ziel für immer in der Fremde zu bleiben und dort zu leben. Viele aber kehren wieder zurück. Allerdings ist es dann das Ziel sich in der Ferne eine neue Existenz aufzubauen und dann an einem Ort zu bleiben und sein Geld dort zu verdienen.

Eine Weltreise ist nun etwas anderes. Die Weltreisenden bleiben selten über längere Zeit an einem Ort, sondern jetten gerne nach einiger Zeit weiter. Vor allem kehrt ein jeder Weltreisender nach einer gewissen Zeit wieder zurück. Denn eine Weltreise ist kein Ausstieg ohne Wiederkehr! Das wird oft verwechselt.

Es gibt folgende Kategorien Weltreisende:

1. Der Aussteiger auf Zeit, der eine Auszeit von seinem Beruf nimmt oder selbigen wechselt. Er hat meistens nur begrenzt Zeit, ein passendes Budget und damit meistens auch einen klar strukturierten Zeitplan. Er weiß, wo er hin will. Er weiß, was er sehen will. Er weiß, wieviel er ausgeben muss und dass er in dieser Zeit kein Geld verdienen will. Und er weiß, dass es nicht für immer ist…

2. Der Rentner: Es ist 65! Ein langes Arbeitsleben liegt hinter ihm. Nun möchte er seinen Lebensabend versüßen. Er hat eine stattliche Rente/Pension, weiß seine finanzielle Lage und damit seine Ausgaben einzuschätzen. Er hat Zeit. Und er hat Muße. Er kann sich etwas gönnen und steht nicht unter Druck. Er weiß aber, dass er zurückkehren wird. Denn eigentlich will er nicht aus seiner Heimat weg, denn er weiß, was er an ihr hat.

3. Der Dauerreisende: Für mich der eigentliche Weltreisende. Im Gegensatz zu 1. und 2. ist sein Plan der Ausstieg für immer. Er will nicht zurückkehren und er weiß, dass er Deutschland den Rücken kehren möchte. Meistens kehrt er dann doch zurück. Allerdings vielfach ungewollt und ungeplant. Auch er hat Zeit. Er braucht nicht schnell weiter. Aber er hat kein Geld. Und da liegt das eigentliche Problem. Was ist wenn das Startbudget zu Ende geht und man nun schauen muss, wo und wie in der Welt man nun seine Knete her bekommt?

Vom Typ 3. habe ich einige Menschen kennen gelernt. Allerdings gibt es nicht DEN typischen Weltreisenden, sondern auch hier verschiedene Typen mit verschiedenen Motiven. Sie alle haben gelernt, ihr Auskommen zu haben und in der modernen, globalisierten Welt ist es noch nie so einfach gewesen, diesen Schritt so zu gehen…

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